Japanische Kunst

Japanische Kunst und Japonismus

Die japanische Kunst mit ihrer ganz eigenen Bildsprache und Tradition ist für viele Künstler und Künstlerinnen eine enorme Inspirationsquelle . Im 19.Jahrhundert beendete Japan seine Jahrhunderte währende Isolation und öffnete sich für westliche Besucher. Die importierte japanische Kunst inspirierte viele Impressionisten zu Werken im japanischen Stil: der Japonismus war geboren! Entdecken Sie bei LUMAS Arbeiten zeitgenössischer japanischer Künstler und aufregende Wandbilder mit japanischen Motiven.




Inhalt - Japanische Kunst:


Japanische Kunst in der Edo-Zeit


Auch vor der künstlerischen Blütezeit der Shogun-Ära in der sogennanten Edo-Zeit blickt Japan zurück auf eine lange Tradition der bebilderten Geschichten, die bis ins 8.Jahrhundert zurückreicht. Die Edo-Zeit dauerte von 1603 bis 1868 und war geprägt von einem starren Klassensystem der japanischen Gesellschaft. Japan mit der damaligen Hauptstadt Edo (heute Tokio) schottete sich fast gänzlich von ausländischen Einflüssen ab. Das Handwerk, der weltberühmte Farbholzschnitt und die populären Vergnügungskünste wie Kabukitheater und Sumo entwickelten sich und erlebten ihren Höhepunkt. Die Bezeichnung Ukiyo-e ("Bilder der fließenden Welt") bezieht sich sowohl auf Farbholzschnitte als auch auf die Malerei mit Tinte auf Seide und Papier. Die Einflüsse dieser Stilepoche der japanischen Kunst sind bis heute zu spüren und inspirieren Künstler und Künstlerinnen immer wieder aufs Neue!


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Japonismus in Europa


Zwar gelangten einzelne Farbholzschnitte bereits im 17.Jahrhundert nach Europa, wurden aber von der großen Öffentlichkeit kaum beachtet oder geschätzt. Erst die Weltausstellungen Mitte des 19.Jahrhunderts popularisierten die farbenfrohen Drucke auch im Westen und lösten schließlich eine regelrechte Japonismus-Welle um 1870 aus. Das Ende der Landesabschließung Japans 1854 trug zu einem weiteren Austausch der Kunst von West und Ost seinen wesentlichen Teil bei. Vor allem in Frankreich sind japanische Einflüsse bei Künstlern wie Claude Monet, Edouard Manet, Edgar Degas, Vincent van Gogh oder Paul Gauguin sichtbar. Beliebt waren bei ihnen Werke von Utamaro, Hokusai und Hiroshige. Teils kopierten sie ganze Drucke, teils ließen sie Farben, Formen oder Kompositionen subtil in ihr eigenen Impressionismus Bilder einfließen. Aber auch deutsche ExpressionistInnen wie Marianne von Werefkin, Franz Marc oder Alexej Jawlensky sammelten japanische Kunst und ließen sich von ihr inspirieren. Klare Linienführung und grafische Farbflächen, inspiriert von den japanischen Holzschnitten, können Sie auch auf den Jugendstilpostern und Kunstwerken der Art Nouveau sehen. Die gegenseitige Befruchtung von japanischer und europäischer Kunst hält bis in die Gegenwart an!



Moderne japanische Kunst und Motive


Was macht die Faszination japanischer Kunst bis heute aus? Spätestens seit Manga, Anime und Co. ist die Zeichenkunst aus Fernost auch bei uns in Europa ein Alltagsphänomen. Die Ukiyo-e wie die von Katsushika Hokusai griffen die serielle Natur des Manga vorweg. In Büchern wurden meist alltägliche Szenen auf Drucken festgehalten und zum Teil über mehrere Panels verteilt. Ähnlich wie im modernen Manga und Comicformat.

Die Künstlerin Yumiko Kayukawa bezieht sich ganz bewusst auf die Tradtion ihres Heimatlandes. Kayukawa greift stets Tiere und Natur auf, die im Zusammenspiel mit ihren modernen Figuren eine Weiterentwicklung von Hokusai sein könnten.




Japanische und fernöstliche Landschaften


Im Shintoismus, Japans bedeutendster Religion neben dem Buddhismus, hat die Natur einen ganz besonderen Stellenwert. Götter und Geister, sogenannte Kami beseelen die Natur und müssen zufriedengestellt werden. In einem Land, das mit Naturgewalten wie Erdbeben und Tsunamis lebt, ist diese Ehrfurcht vor der Natur gut nachvollziehbar. Aus der Verbindung von Natur, dem Göttlichen und der Lebenswelt der Menschen entsteht eine besondere Ästhetik. Diese Schönheit, die fast alle Aspekte des shintoistischen Lebens druchdringt, äußert sich zum Beispiel in Zen-Gärten, der Teezeremonie oder im Ikebana. Die beseelte Natur, die Ästhetik des Einklangs aus Göttlichem und Weltlichem, halten auch Olivier Föllmi, Peter Stewart, Michael Levin und Roman Johnston in fotografischen Arbeiten fest. Ihre Naturbilder atmen förmlich die serene Zeitlosigkeit einer göttlichen Umwelt.


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Japanische Pop Art und zeitgenössische Kunst


Zeitgenössische japanische Künstler und Künstlerinnen setzen sich mit einer Vielfalt an Themen und Disziplinen auseinander. Die bekanntesten KünstlerInnen der Gegenwart sind z.B. Yayoi Kusama, Mariko Mori, Makoto Aida und Takashi Murakami. Letzterer ist auch im LUMAS Portfolio vertreten und schafft Pop Art Bilder mit hohem Wiedererkennungswert. Murakami vereint high und low culture zu einem aufsehenerregenden Spiel mit der japanischen Tradition der zweidimensionalen Bildkomposition. Seine farbenfrohen Arbeiten zierten bereits Handtaschen von Louis Vuitton und Albumcover von Kanye West.




Kirschblüten - Hanami


Die Kirschblüte hat für alle JapanerInnen eine ganz besondere Bedeutung. Sie ist eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse. Ab Mitte März bis Anfang Mai beginnen die Kirschbäume im ganzen Land zu blühen. Zur Feier des Frühlingsanfangs und der warmen Jahreszeit versammeln sich die Menschen in Parks zum geselligen Hanami (frei übersetzt: Picknick unter den Kirschbäumen) und erfreuen sich an der Schönheit und Kraft der Natur. Kirschbäume sind die am meisten angepflanzten Bäume in japanischen Parks und Gärten! Olivier Föllmi , Holger Lippmann und Christine Jaschek beschäftigen sich mit dem Kirschblütenmotiv und wissen auch als Westerlinge diesen Zauber des Aufbruchs und der Vergänglichkeit mal illustrativ, mal mit der Kamera wunderbar einzufangen!


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Zeitstrahl japanische Kunst und Japonismus

12.Jahrhundert Genji monogatari , geschrieben von der Hofdame Murasaki Shikibu, ist einer der bedeutendsten Romane in der japanischen Literatur. Die illustrierte Schriftrolle zur Geschichte des Prinzen Genji ist ein nationaler Schatz und befindet sich heute im Tokugawa Art Museum in Nagoya.
1603-1868 Herrschaft der Tokugawa-Shogune mit Edo (heutiges Tokio) als kulturelles und politisches Zentrum. Durch die Landesabschließung war der Kontakt mit dem Ausland begrenzt auf wenige Ausnahmen wie chinesische Kaufleute, der Niederländischen Ostindien-Kompanie und koreanische Diplomaten.
ca.1830 Die große Welle vor Kanagawa von Katsushika Hokusai ist eines der bekanntesten grafischen Kunstwerke aus Japan. Hokusais Bildserie 36 Ansichten des Berges Fuji enthält neben der weltberühmten Welle Drucke mit verschiedenen Ansichten und Alltagsszenen rund um den heiligen Berg.
08.07.1853 Die schwarzen Schiffe des amerikanischen Commodore Perry erreichen den Hafen Uraga und fordern die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und den USA. Die erzwungene Öffnung des Landes beginnt.
1862 und 1867 Die Weltausstellungen in London und Paris schaffen ein neuerliches Interesse an japanischen Farbholzschnitten und anderen Kunstgegenständen. Ab 1870 entwickelt sich diese Begeisterung zur Japonismus-Welle, die vor allem französische KünstlerInnen beeinflusst.
1876 Claude Monet malt seine Frau Camille in einem prächtigen Kimono mit blonder Perücke. Der Titel des Werks: La Japonaise
1902 Der erste Manga Tagosaku to Mokube no Tōkyō Kembutsu erscheint. Kitazawa Rakuten erschafft nach westlichem Vorbild den ersten Comicstrips Japans.
21.12.1976 Der erste Comic Market, auch Comiket genannt, findet in Tokio statt. Bis heute ist der Comiket die größte Mangamesse und -Convention in Japan. Auf der riesigen dreitägigen Messe präsentieren vor allem Fans ihre selbstgezeichneten Mangas. Ebenso vertreten sind Cosplayer, Animestudios, Videogamehersteller, Kleidungsstände und vieles mehr.

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