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Architektur / City
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Stadt Fotos – Spiegel unserer Zivilisation

Gigantische Wolkenkratzer, prächtige Baudenkmäler oder ein Lichtermeer in der Nacht - Stadt Fotos ziehen den Betrachter unwillkürlich in ihren Bann. Bedrohliche Betonschluchten und reflektierende Fassaden lassen Stadt Fotos eine Sogwirkung entfalten, der man sich kaum entziehen kann. Mal entführen uns Stadt Fotos als Nahaufnahme in die hinterste Ecke eines verlassenen Hauses. Dann gewähren uns Stadt Fotos als Panorama einen Ausblick über die höchsten Dächer hinweg in die Zukunft. Wie kaum ein anderer Bereich der Fotokunst halten Stadt Fotos unserer Zivilisation den Spiegel vor und regen dazu an, Fortschritt und Zerfall der modernen Gesellschaft zu reflektieren.

Am Anfang war ein Stadt Foto

Hinter dem schlichten Titel „Blick aus dem Arbeitszimmer“ verbirgt sich die erste erhaltene Fotografie der Welt – gewissermaßen ein Stadt Foto. Für die Außenaufnahme aus dem Jahr 1826, die der Franzose Joseph Nicéphore Nièpce mit Hilfe einer Camera obscura auf einer mit Asphalt bestrichenen Zinnplatte anfertigte, war eine Belichtungszeit von acht Stunden nötig. Ein gewaltiger Aufwand für ein unscheinbares Stadt Foto, auf dem Nièpces Gutshof „Le Gras“ in Saint-Loup-de-Varennes in extremer Unschärfe für die Ewigkeit festgehalten wurde.

Stadt Fotos im digitalen Zeitalter

Wenn zeitgenössische Fotografen unscharfe Stadt Fotos veröffentlichen, steckt dahinter künstlerischer Anspruch und exakte Nachbearbeitung. Die Stadt Fotos des Spaniers Pep Ventosa etwa setzen sich aus Hunderten von Einzelaufnahmen zusammen. Durch ihre Fusion lässt der Fotokünstler beispielsweise den Eiffelturm tanzen und das Brandenburger Tor beben. Dass Stadt Fotos im digitalen Zeitalter mehr sind als reine Dokumentationen, zeigen auch die Arbeiten der Berlinerin Sabine Wild besonders eindrucksvoll. Bei der höchst erfolgreichen LUMAS Künstlerin wird die urbane Dynamik durch die flirrenden Schraffuren ihrer Stadt Fotos erlebbar.

Eine Metropole – drei Sichtweisen

Wie unterschiedlich Stadt Fotos derselben Metropole aus der Sicht verschiedener Künstler sein können, wird bei LUMAS am Beispiel Hong Kongs deutlich. Während Sabine Wild die Skyline der chinesischen Mega City aus der Ferne in abstrakte Formen zerfließen lässt, sind die Stadt Fotos des Architekturfotografen H.G. Esch so nah und konkret am Motiv, dass der Betrachter sich in die Enge des dichtbesiedelten Ballungsraums hineinversetzt fühlt. Viel menschlicher und lebenswerter als auf den Stadt Fotos der beiden Fotokünstler wirkt Hong Kong bei der Malerin Sandra Rauch, die die Millionenstadt als farbenfrohes Spektakel inszeniert.

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