Felix Eckardt
In Felix Eckardts Malereien spiegelt sich der Puls New Yorks nahezu wortwörtlich: Glasfassaden reflektieren die urbane Poesie der Stadt, die niemals schläft, und gewähren Einblicke in das Leben… weiterlesen
Vita Ausstellungen Interview
Hintergrundinformationen zu Felix Eckardt
Einführung
Seine Werke sind mehr als bloße Stadtansichten oder Momentaufnahmen – sie sind vibrierende Kompositionen aus Licht, Spiegelungen und Bewegung. Seine Bilder öffnen Räume und fordern dazu heraus, über das Offensichtliche hinauszusehen.
Im Stil eines malerischen Realismus transportiert er mit jedem Pinselstrich die Lebendigkeit, von der die Stadt durchdrungen ist, die er abbildet. Die Farben – sorgfältig gemischt, niemals zufällig – sind kräftig, komplex und doch durchlässig wie ein flüchtiger Augenblick. Jedes Werk atmet Dynamik, mal in kraftvollen, entschlossenen Strichen, mal in zarten, fast skizzenhaften Andeutungen. Es ist diese Balance zwischen Struktur und Spontaneität, die Eckardts Arbeiten ihre unverkennbare Handschrift verleiht.
Sein kreativer Prozess beginnt oft mit Fotografien und Collagen – Ausgangspunkte, die sich auf der Leinwand in erzählerischen Abstraktionen auflösen. Schicht für Schicht entstehen die Malereien in Öl- und Acrylfarben auf schwerem belgischem Leinen, vielfach grundiert und geschliffen. Durchdrungen von urbaner Atmosphäre lassen sie die Energie der Großstadt nicht nur sichtbar, sondern fühlbar werden.
Künstler wie Fetting, Hödicke, Picasso oder Vuillard haben ihn geprägt, doch seine größte Inspiration ist das Leben selbst: Er findet sie in der Bewegung einer Stadt, in Musik, in der Natur, in den unerwarteten Zufällen des Alltags – und lässt sie in seinen Werken kunstvoll und ekstatisch zusammenfließen, um nicht bloß Ansichten, sondern Einsichten in die Szenen der Metropolen zu geben.
Vita
Ausstellungen
Einzelausstellungen
2012-2025 Bilder des Jahres (Atelier Felix Eckardt)
2022 “Lichtarbeit” Galerie Gudberg Nerger
2022 “Lichtarbeit” Kunsthaus Marne
2019 “Leben eins” Kunsthaus Marne
2018 Galerie Gudberg Nerger (Urban Vibes)
2015 aba (C. Schmid, F. Eckardt, because of love) Palma
2014 Ply (C. Schmid, F. Eckardt, projekt 1)
2013 Hypo Vereinsbank (München)
2012 Galerie im Elysee (Powercities)
2006-2009 Galerie Gardy Wiechern Hamburg
Gruppenausstellungen
2024 Kunsthaus Marne (Ins Blaue)
2024 Galerie Samuelis Baumgarte
2021 Kunsthaus Marne (Dickicht und Lichtung)
2021 15 Quadrat, Versteigerung Christies und Galerie Schimming
2020 Galerie Gudberg Nerger
2020 Kunsthaus Marne (Instant Karma)
2019 Positions Berlin (Galerie Gudberg Nerger)
2018 Fabrik der Künste Hamburg (BBK - position)
2017 Kunsthalle Frankfurt(Eyes wide open)
2017 Kunsthaus Hamburg (BBK Hamburg)
2011-2015 Art Karlsruhe (Barbara von Stechow)
2011/2014 Kunst Zürich (Barbara von Stechow)
2013 Fabrik der Künste (Buchillustratoren)
2013 Galerien im Kontorhausviertel (G. Molitoris)
2011-2014 in der Galerie Barbara von Stechow
2012 Salon der Gegenwart (Hamburg)
2011 Artfair Köln (Barbara von Stechow)
2011 Galerie Anne Moerchen
2009 Galerie Burg (Norddeutsche Realisten)
2008 Kunstmuseum Walter, Augsburg
2008 Hamburger Rathaus, Hamburger Illustratoren
2007-2009 Galerie Gardy Wiechern Hamburg
Interview
Picasso sagte einst, „Du machst keine Kunst, du findest sie“. Wo findest du deine Kunst?
Von der Inspiration hatten wir bereits gesprochen. Ich finde meine Kunst im malerischen Prozess, denn dort entstehen Wege, die nur im Machen entstehen können und mich auf Pfade führen, die ich noch nicht kannte. In der unerwarteten Zukunft, in der Krise des Bildes findet sich für mich die Inspiration und dort tut sich die Kunst auf.
Von der Idee bis zur Verwirklichung: Wie gehst du an deine Arbeiten heran?
Zunächst Fotos über Fotos Collage spielen, wahrnehmen und fühlen, was mich berührt. Dann die Collagen, die Inspirationen auf Leinwand übertragen, ganz meisterlich mit einer Untermalung anfangen und dann immer mehr die Leinwand rocken. Die Hälfte davon ist bestimmt nicht Malen, sondern nur wahrnehmen und immer wieder betrachten, den Prozess unterbrechen und wieder betrachten.
Dein Lieblingsbuch?
Im künstlerischen Bereich, weil inspirierend und so anders: "Durch Mauern gehen“ von Marina Abramovic und ansonsten liebe ich Arno Geiger, aber im Moment auch die historischen Bücher wie Höhenrausch und Wolfszeit. Von Harald Jähner….ach, es gibt so viele tolle Bücher.
Mit welchem Künstler würdest du gerne Kaffee trinken und worüber würdet ihr sprechen?
Hockney würde mir große Freude bereiten, und dann über Leichtigkeit in der Kunst philosophieren – das würde mir sehr gefallen.
Wie kamst du zur Kunst?
Einfach schon immer gemalt. Ich konnte nicht anders und so ist es noch heute. Die Malerei ist ein ganz wichtiger Raum in meinem Leben.
Welche Menschen in deiner Umgebung beeinflussen dich?
Menschen mit Humor, meine Lebensgefährtin, meine Freunde – und sie möchten jetzt bestimmt irgendetwas Spezielles hören: die Menschen, die mir Neues erzählen, fragen und meinen Horizont erweitern.
Stell dir vor, du hast eine Zeitmaschine. Wohin geht die Reise?
Mit einer Kamera, 40 Jahre in die Zukunft, um dann wieder zurückzukommen und den Leuten zu zeigen, wie es in 40 Jahren um die Natur steht, wenn wir so weitermachen.
Deine größte Leidenschaft abseits der Kunst?
Musik, Kochen, alles, was sinnlich ist! Das Meer, das liebe ich so unendlich, Eisbaden, Tanzen und spontane Kalauer.
Woran arbeitest du zurzeit?
An 8 bis 10 Gemälden gleichzeitig. Das hilft mir immer frisch im Kopf zu bleiben und die Malerei schön, locker und offen zu halten.