Andrea B. Stone ist eine in Washington lebende Künstlerin, die als international anerkannte Fotografin für ihre eindrucksvollen und abstrakten Bilder moderner Architektur bekannt ist. Ihre Arbeiten nehmen einen erfrischenden und zugleich anspruchsvollen Platz im Bereich der Fotografie ein. Seit über dreißig Jahren als Fotografin tätig, wurden Stones Arbeiten in Galerien, Wettbewerben sowie inationalen und internationalen Publikationen gezeigt.
Was sehe ich hier?Ich erschaffe interpretative Fotografien, die entweder einen grafischen Teil eines Gebäudes hervorheben oder eine verzerrte Spiegelung der umgebenden Architektur zeigen.
Ist das ein Gemälde?
Meine Fotografien bewegen sich im Schnittpunkt von Fotografie und Malerei. Das liegt zum einen an der abstrakten Qualität der Bilder, zum anderen an der Art und Weise, wie ich sie entwickle, um ein formales Porträt des Gebäudes zu schaffen.
Was stellt diese Fotografie dar?
Sie sehen hier entweder einen Teil eines Gebäudes oder eine reflektierende Oberfläche eines Gebäudes oder einer Skulptur.
Wie haben Sie das gemacht?
Ich recherchiere meine Motive so gründlich wie möglich. Manchmal habe ich das Glück, auf ein fantastisches Gebäude zu stoßen, das ich gar nicht geplant hatte. Ich konzentriere mich dann auf einen Teil der Struktur, der für mich das Wesen der Architektur ausmacht, fotografiere ihn wiederholt und entwickle ihn anschließend so weiter, dass er meiner ursprünglichen Vision entspricht.
Welche Kamera verwenden Sie?
Ich arbeite ausschließlich mit der Phase One IQ3, einer digitalen Mittelformatkamera.
Drucken Sie Ihre Arbeit selbst?
Alle unsere Arbeiten bei Stone Photography werden in unserem eigenen Studio produziert. Wir können Formate bis zu 42" x über 70" drucken.
Ist das eine Kompositfotografie?
Ich komponiere keine meiner Fotografien aus mehreren Bildern. Jede meiner Arbeiten zeigt stets eine einzige Oberfläche.
Wussten Sie beim Aufnahmezeitpunkt schon, wie das Ergebnis aussehen würde?
In den meisten Fällen habe ich eine klare Vorstellung davon, wie das Bild letztlich aussehen soll.
Wie lange dauert der Prozess?
Die Aufnahme selbst kann mehrere Tage beanspruchen, während die Entwicklung zwischen vierzig und mehreren hundert Stunden dauern kann.
Woher nehmen Sie die Geduld?
Es liegt einfach in meiner DNA, es richtig machen zu wollen!
Wie hat alles begonnen?
Alles begann Mitte der Neunzigerjahre, als ich im Metropolitan Museum of Art in New York ein Gemälde von Monet sah: Die Elster. In mir öffnete sich ein kreativer Kanal, der mich schließlich dazu führte, die Fotografie als Medium meines künstlerischen Ausdrucks zu wählen.
Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
2011, während einer Reise nach Portland (Oregon), sah ich Spiegelungen in den Schaufenstern der Innenstadt, die wie abstrakte Stadtszenen wirkten. Als ich zu fotografieren begann, wurde mir klar, dass ich auf eine neue Art und Weise sah. Nachdem ich am selben Tag meine Bilder heruntergeladen hatte, wusste ich, dass ich ein originelles Projekt begonnen hatte.