Einzelblatt (Portfolio Columbus) von Nam June Paik
Nam June Paik

Einzelblatt (Portfolio Columbus)

1992 / 2014
Limited Edition, Auflage: 100, Signiert
76 x 58
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Siebdruck
inklusive Magnetrahmen - Ahorn Weiss
Auflage: 100+AP´s
Artist Proof
signiert

80 x 62 cm (Außenmaß)

€ 3.290,00
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inkl. MwSt. zzgl. € 9,90 Versand | Werknummer: NJP01
7193 Einzelblatt (Portfolio Columbus) https://img-lumas-avensogmbh1.netdna-ssl.com/showimg_njp01_search.jpg 3290 EUR Nam June Paik OutOfStock /artists/selection /artist/nam_june_paik /artists/masters/ /search/category/abstrakt_graphisch/catalog/topics/ /search/category/konzept_kreation/catalog/topics/ Lumas grafisch Grafiken Siebdruck Siebdruck Druck Druck chinesisches Schriftzeichen Chinesische Schriftzeichen Typografie Konzept Konzepte Colour Farbtöne farbenreich Wiederholung Ornament Ornamental 2014-01-01
Hintergrundinformationen zu Nam June Paik
Einführung
Columbus – in search of a new tomorrow

Kaum ein Künstler hatte einen größeren Einfluss auf die Video- und Medienkunst als Nam June Paik. Der in Korea geborene Künstler kann sogar – neben Les Levine – als Begründer eben jener gelten; Schon 1969 ließ er die Cellistin Charlotte Moorman in einer Performance mit einem Büstenhalter, der lediglich aus zwei kleinen Bildröhren in Plexiglasgehäusen bestand, auftreten: „TV Bra for Living Sculpture” ist eines seiner ersten Videoobjekte. Voller Begeisterung für das damals noch junge Medium Video inszeniert Paik Fernseher zu skulpturalen Kunstwerken. "Seit Jahren terrorisiert uns das Fernsehen, jetzt schlagen wir zurück", wird er oft zitiert.

1950 floh er vor dem Koreakrieg, studierte dann in Tokyo, München und Freiburg, um schließlich – nach seinem prägenden Engagement in der Fluxus Bewegung – eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf anzunehmen. Entscheidend für seine künstlerische Entwicklung wurde eine Begegnung mit John Cage. 1959, nur ein Jahr nach einem Treffen mit dem amerikanischen Künstler und Komponisten in Darmstadt wirkt Paik an der „Hommage à John Cage“ mit. Weltweiten Ruhm erlangte er durch eine außergewöhnliche Installation aus 384 Monitoren im Pariser Centre Pompidou. Es folgten Ausstellungen im New Yorker Guggenheim, in der Frankfurter Schirn Kunsthalle oder auf der documenta 8 in Kassel. 2006 verstorben, hält sein Einfluss auf die Medienkunst heute noch an, insbesondere seine spielerische und hochironische Herangehensweise bleibt unerreicht.

Das Einzelblatt der vorliegenden, unbetitelten Arbeit entstammt der internationalen Kunstedition „Columbus – in search of a new tomorrow“ für den Umweltgipfel in Rio de Janeiro. Zusammen mit Künstlern wie Roy Lichtenstein, Christo und Sigmar Polke wirkte Paik an dieser außergewöhnlichen Mappe mit. Die Konzeption erfolgte durch Michael Domberger und Dr. Florian Langenscheidt, insgesamt 37 Künstler protestierten damit gegen die Zerstörung der Natur in Südamerika.

In dem Werk entwickelt Paik über eine stetige Wiederholung einer ungewohnten Typographie ein Muster, das stetig in Bewegung scheint. Schnell schwingend, fast tanzend präsentieren sich die chinesischen Schriftzeichen, „Traum“ in der Übersetzung, dem Betrachter. Die Siebdruck-Arbeit zeigt sich als Konglomerat seiner unterschiedlichen Metiers: Versatzstücke von Musik, Tanz und Video ergänzen sich zu einer dynamischen Ornamentik, die fast schon den Eindruck erweckt, ein Einzelbild aus einer seiner Videoinstallationen zu sein.

Schon zu Lebzeiten – im Mai 1999 – zählte die Kunstzeitschrift "ARTnews" Paik neben Picasso, Duchamp oder Rauschenberg zu den "25 einflussreichsten Künstlern dieses Jahrhunderts".

Hannah Hör
Vita
1932geboren in Seoul, Korea
1952-1956Studium der westliche Ästhetik, Musik- und Kunstwissenschaft an der Universität Tokio
1956-1958Studium der Musikgeschichte an der Universität München und Komposition bei Wolfgang Fortner an der Freiburger Musikhochschule
1960erMitglied der neo-dadaistischen Gruppierung Fluxus
1958-1963Arbeit im Kölner Studio für elektronische Musik des WDR mit Karlheinz Stockhausen
1969Entwicklung des Video-Synthesizers mit Shuya Abe
1979-1996Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
2006verstirbt in Miami Beach, USA
Auszeichnungen
1981Will-Grohmann-Preis
1989Kurt-Schwitters-Preis, Hannover
1991Kaiserring der Stadt Goslar
1992Picasso-Medaille der UNESCO
1993Goldener Löwe für den besten Länderpavillon auf der Biennale von Venedig
1998Kyoto-Preis
2001Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg
Ausstellungen
2011Ich sehe, also weiss ich (nicht), Kunstmuseum Bern, Schweiz
2010Das im Entschwinden Erfasste. Videokunst im Museum Folkwang Museum Folkwang, Essen, Deutschland
Changing Channels, MUMOK Wien, Wien, Österreich
MOCA’s First Thirty Years Museum of Contemporary Art, Los Angeles, USA
DIE KUNST IST SUPER!, Hamburger Bahnhof, Berlin, Berlin
2009RECORD > AGAIN!–40jahrevideokunst.de – Teil, 2. ZKM, Karlsruhe, Deutschland
Nam June Paik: Music for all Senses, MUMOK Wien, Wien, Österreich
The Third Mind: American Artists Contemplate Asia, 1860-1989, Guggenheim Museum, New York, USA
Made in Munich, Haus der Kunst, München, Deutschland
The Art of Participation: 1950 to Now, San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, USA
2008DANS LA NUIT, DES IMAGES, Grand Palais, Paris, Frankreich
Notation: Kalkül und Form in den Künsten, Akademie der Künste, Berlin, Deutschland
Vom Funken zum Pixel, Martin Gropius Bau, Berlin, Deutschland
2007Art in America, Now, MOCA Shanghai, China
Centre Pompidou Video Art, Centre Pompidou, Paris, Frankreich
2006Berlin-Tokyo / Tokyo-Berlin Neue Nationalgalerie, Berlin, Deutschland
SUMMER OF LOVE, Schirn Kunsthalle, Frankfurt, Deutschland
2005ÜBER SCHÖNHEIT, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Deutschland
Flick Collection, Hamburger Bahnhof, Berlin, Deutschland
2004Nam June Paik – Global Groove 2004, Deutsche Guggenheim, Berlin, Deutschland
2002Räume des XX. Jahrhunderts, Neue Nationalgalerie, Berlin, Deutschland
Televisions – Kunst sieht fern, Kunsthalle Wien, Wien, Österreich
2001Paul Kos / Nam June Paik, San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, USA
2000Aller Anfang ist MERZ, Sprengel Museum, Hannover, Deutschland
The Worlds of Nam June Paik, Guggenheim Museum, New York, USA
1999VIDEO CLUB 99, Kunsthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland
1997Die Epoche der Moderne - Kunst im 20. Jahrhundert, Martin Gropius Bau, Berlin, Deutschland
1996sonambiente, Akademie der Künste, Berlin, Deutschland
19954. Istanbul Biennial, Istanbul, Türkei
199345. Biennale Venedig, Venedig, Italien
199044. Biennale Venedig, Venedig, Italien
198719. Biennale São Paulo, São Paulo, Brasilien
8. documenta, Kassel, Deutschland
1982Erste Retrospektive im Whitney Museum of American Art, New York
19776. documenta, Kassel, Deutschland
1971happening & fluxus Kölnischer Kunstverein.
1963Exposition of music – electronic television, Galerie Parnass, Wuppertal, Deutschland

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