Die Kunst der Innovation
Digitale Kunst
Der Reiz digitaler Kunst liegt nicht allein in futuristischer Ästhetik. Ihre Sammler:innen interessiert vor allem, wie sich künstlerisches Arbeiten verändert: Wie wird ein Algorithmus zum Werkzeug? Wie entsteht aus Code eine individuelle künstlerische Handschrift?
Was ist digitale Kunst?
Die Tate Gallery in London beschreibt digitale Kunst als „Kunst, die mit digitaler Technologie hergestellt oder präsentiert wird“. Fast alles ist heute digital beeinflusst – gemeint sind hier Werke, die ohne digitale Software oder Hardware nicht existieren könnten. Manche entstehen vollständig am Rechner, wie die Arbeiten von Massimo Colonna oder Guachinarte. Andere beruhen auf Vorlagen, die digital grundlegend verändert wurden, wie bei Carol Muthiga-Oyekunle oder Robert Jahns.
Digitale Kunst entwickelt sich schnell weiter, KI-Kunst ist eine ihrer jüngsten Ausprägungen. LUMAS begleitet diese Entwicklung und zeigt etablierte wie aufstrebende Künstler:innen, die die Möglichkeiten digitaler Werkzeuge ausloten. Was heute als digitale Kunst gilt, kann morgen schon ganz anders aussehen.
Digitale Kunst bei LUMAS
Zu den digitalen Werken bei LUMAS gehören die 3D-Arbeiten von Javier Soler Esplugues. In seiner Serie Future Holidays greift er den alten Traum von Reisen zu fernen Planeten auf: Zwei Astronauten verbringen im Orion-Raumanzug der NASA ihren Urlaub im All. Mithilfe digitaler Renderings lotet Esplugues die Grenzen der Realität aus und nimmt uns mit auf einen Ausflug ins Utopische.
Future Holidays spielt mit unseren Vorstellungen von Ferne – fotogen und mit leiser Ironie. Was wir sehen, geht über jede heutige Technik hinaus. Noch reisen wir nur in der Vorstellung durch Raum und Zeit und trinken Kaffee auf dem Balkon der Imagination. Über der planetarischen Idylle schwebt ein blass-bläulicher Mond. Erst der zweite Blick verrät: Es ist die Erde.
Esplugues kam über ein Wirtschaftsstudium zur Kunst. Die Möglichkeiten der digitalen Bilderzeugung faszinierten ihn so sehr, dass er sich danach ganz darauf konzentrierte und sich 3D-Techniken selbst aneignete. Heute arbeitet er mit Bild und Film und setzt seine Bildideen mit 3D-Techniken erzählerisch um.
Neben 3D-Kunst und KI gibt es viele weitere Formen digitaler Kunst: digitale Skulptur, Animation, Lentikularkunst und digitale Fotografie. Dazu kommen Techniken wie Fotomanipulation, algorithmische und generative Kunst – Disziplinen, die Sammler:innen im Blick behalten sollten.
Wohin sich digitale Kunst entwickelt, bleibt offen. Hier kannst du ihre Entwicklung verfolgen – und mit unserem Newsletter erfährst du früh von neuen Werken und Künstler:innen.
Wie entsteht digitale Kunst?
Die Methoden sind vielfältig: von Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop über Algorithmen bis zu KI-Werkzeugen, die Bilder vollständig virtuell erzeugen. Tablets, Scanner oder 3D-Drucker übertragen die Ideen anschließend in die physische Welt.
Viele Künstler:innen kombinieren dafür mehrere Programme, Werkzeuge und Geräte. Welche zum Einsatz kommen, hängt davon ab, ob ein Gemälde, eine Animation, eine Skulptur, ein Foto oder eine Zeichnung entsteht.
Ist digitale Kunst wirklich Kunst?
Ja – mit eigenem Anspruch. Ein digitales Werk mit unverwechselbarer Handschrift zu schaffen, verlangt künstlerisches Können ebenso wie die Beherrschung mehrerer Technologien und Programme. Auch KI-Kunst entsteht nicht ohne den Menschen, der Prompts formuliert, auswählt und weiterbearbeitet.
Digitale Kunst verschiebt die Grenzen zwischen Kreativität und Technologie und prägt die zeitgenössische Kunst zunehmend. Mit der Abstraktion teilt sie die Freiheit von festen Formen und Genres. Bei LUMAS entdeckst du digitale Kunst als limitierte Editionen in Galeriequalität.