David Eger - Bilder, Werke und Fotografie

David Eger


Hintergrundinformationen zu David Eger

Einführung

David Eger verwendet Science-Fiction Spielzeugfiguren, um bekannte Momente der Kultur- und Weltgeschichte neu zu inszenieren. Er ist ein Meister der spielerischen Überraschung und ein großartiger Entertainer - mit imperialen Sternenkriegern stellt er klassische Motive nach und begeistert die Betrachter. Geschickt macht er Anleihen bei Warhol, Hopper und anderen Größen der Kunst, um Momente der freudigen Verwunderung zu erzeugen. Es ist eine Verschiebung an Bedeutung und Ästhetik, zugleich ein galaktischen Spaß. Eger ist ein leidenschaftlicher Science- Fiction Anhänger und ein versierter, experimentierfreudiger Fotokünstler.

Über das Werk

Das Science-Fiction Genre ist groß und galaktisch – seit Jahrzehnten schlägt es die Kinogänger in seinen Bann und hat sich zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Jedermann kennt die interstellaren Helden und ihre bösartigen Gegenspieler, die sich erbitterte Gefechte liefern. In Science-Fiction Filmen wird um das Schicksal der Galaxie gekämpft, aber auch großartige Unterhaltung geboten. David Eger setzt Elemente des Genres nun mit ganz ungewohnten Szenarien in Verbindung. In Troopers ́Atop A Skycraper stellt Eger den berühmten Fotografie Klassiker Lunchtime Atop A Skyscraper' von Charles Ebbets aus dem Jahr 1932 nach. Anstelle der Arbeiter machen jedoch imperiale Sternenkrieger eine Mittagspause in luftiger Höhe und erholen sich von den Anstrengungen des Tages. Sicherlich tauschen sie Geschichten über den Imperator und die Rebellion aus. V-J Day in Times Square von Alfred Eisenstaedt ist eine weitere Ikone der modernen Fotografie und zeigt einen Matrosen in inniger Umarmung mit einer Krankenschwester – sie feiern das Ende des Krieges. Eger verleiht der Szene eine spielerische und überraschende Leichtigkeit: bei ihm sind es zwei imperiale Sternenkrieger, die sich auf dem Times Square küssen und das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen zelebrieren. Herrscht endlich Frieden in der Galaxie? Die intergalaktische Jazz-Kantine, die Treffpunkt für allerhand zweifelhafte Charaktere aus dem gesamten Universum ist, gilt unter Science-Fiction Aficionados als ein besonderer Höhepunkt der Filmgeschichte. Eger nimmt diese beliebte Szene und fusioniert sie mit Edward Hoppers bekanntem Gemälde Nighthawks (1942), indem er die Kantine in der Form eines New Yorker Diners arrangiert und ausleuchtet. Auf höchst unterhaltsame Art verbindet er somit zwei Genre Klassiker zu einer neuen Komposition, die jedermann anspricht – ein motivisches Meisterwerk mit hohem Wiedererkennungswert. Die Vielfalt der Motive hat bei Eger keine Grenzen. Neben Klassikern der Kunst widmet er sich auch großen gesellschaftlichen Momenten und stellt sie mit seinen Figuren in unvergleichlicher Manier nach. Dazu gehören die Mondlandung 1969, der legendäre Boxkampf zwischen Muhammad Ali und Sonny Liston, sowie der Black Power Protest bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko.

Über den Künstler

David Eger ist Lehrer für Fotografie und Kunst in seiner Heimat Ontario, Kanada, und seit längerer Zeit als Fotokünstler tätig. Der internationale Erfolg stellte sich durch seine Aufnahmen mit den Science-Fiction Figuren ein. Er begann am ersten Januar 2011 ein Projekt, in dem er über den Zeitraum eines Jahres jeden Tag eine Aufnahme von seinen Figuren machte. Dabei orientierte er sich an Werken bekannter Fotografen, nahm aber auch historische Begebenheiten als Anlass, um sie in seinen Arbeiten neu zu interpretieren. Der Anlass für sein Projekt war eine Aufgabe, die er seinen Schülern gestellt hatte, und sein persönliches Interesse an Science-Fiction Filmen. Er bezeichnet sich selbst als sehr leidenschaftlichen Science-Fiction Fan. Entdeckt und gewürdigt wurde seine gute Arbeit bei einem Fotografiewettbewerb der Visual Arts Mississauga (VAM) Gallerie in Ontario, Kanada. Mit seinem Trooper vs Trooper konnte er die Jury überzeugen und den zweiten Platz belegen. Es war seine detailtreue Inszenierung des Boxkampfes zwischen Ali und Liston, der die Juroren beeindruckte, aber auch die technisch exzellente Ausführung. Bei seinen Modellen zeigt Eger viel Detailliebe. Seine Inszenierungen sind stets auf große Authentizität angelegt und bemüht, die Atmosphäre des Originals einzufangen und in neuem Licht zu präsentieren. Dabei zeigt er viel handwerkliches Geschick, kreiert mittels verschiedener Materialien ganze Filmsets und historische Szenarien.