Open Edition
Limited Edition, Auflage: 100, Signiert
2000 / 2006
Julia Christe
Werkinfo

White Sands #6

60 x 50
120 x 100
Bestseller
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Kaschierung auf Alu Dibond, Stärke 3 mm matt, rahmenlos, 60 x 50 cm (Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

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Kaschierung auf Alu Dibond, Stärke 3 mm matt, rahmenlos, 120 x 100 cm (Außenmaß)

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Hintergrundinformationen zu Julia Christe
Einführung
CUBAN BEACH & CUBAN CARS

In ihren beiden neuen Serien "Cuban Beach"& "Cuban Cars" widmet sich Julia Christe dem Leben auf der Karibikinsel auf erfrischend humorvolle Art. Dabei bleibt die Künstlerin ihrer unverkennbaren Ästhetik treu und zeigt uns auf diese Weise ihren ganz eigenen Blick auf Land und Leute jenseits von Klischees und den bekannten Straßenszenen und Häuserfassaden, die überlicherweise unsere Vorstellung von Kuba prägen.

Dabei spielen Licht und Helligkeit eine entscheidende Rolle für Julia Christes Bildsprache. Wie schon bei "White Sands" und "White Sands Beach" scheinen Himmel und Erde auch hier am kubanischen Strand beinahe fließend ineinander überzugehen. Nach und nach entdeckt der Betrachter in der von Sonnenlicht durchfluteten Wasserlandschaft skurrile Details, welche die idyllische Szene auf subtile Weise durchbrechen und so zu einem typischen Christe-Bild werden lassen.

Die weltberühmten kubanischen Oldtimer setzt die Künstlerin ebenfalls originell in Szene, indem sie die vorbeifahrenden Autos von der Uferpromenade aus mit Blick auf das Meer fotografiert. Der helle, weite Horizont des Sommertages bildet einen kuriosen Gegensatz zur tosenden Brandung, die über die vorbeifahrenden Wagen und ihre Insassen hinwegfegt.

Mit viel Humor, Liebe zum Detail und einem einzigartigen Gespür für Licht ist es Julia Christe gelungen, Kuba abseits ausgetretener Pfade außergewöhnlich und lebendig zu inszenieren.


WHITE SANDS BEACH

Soweit das Auge reicht

Dass das Klima zusehends verrückt spielt, macht sich inzwischen auch in der Wüste bemerkbar, und so trägt das neue, und vielleicht letzte Kapitel von Julia Christes „White Sands“ den Titel „White Sands Beach“. Massive Regenfälle haben im Herbst 2006 die spektakulären Dünen in eine Seenplatte verwandelt, und Christe machte sich auf den Weg, in diese neue Landschaft vorzudringen, soweit, dass sie die Mehrheit der Besucher des Nationalparks hinter sich lassen konnte. „Wo der Amerikaner nicht hinfahren kann, da ist er nicht“, sagte ihr die Erfahrung.

In diesem Sinne wählte sie die Locations für die aktuellen Aufnahmen, die, komplett inszeniert, zufällige Passanten von vorneherein ausschließen. Die Spannung der Bilder, die in diesen unwiderstehlichen Naturkulissen entstanden, lebt vom Zusammenprall einer präzisen Konzeption, die die Fotografin vorab ausarbeitete, mit der Überraschung, die sie vor Ort erwartete. Diesmal hat Julia Christe bei den Aufnahmen nicht auf den Zufall vertraut, nicht nur auf Passanten gewartet, sondern ihre Protagonisten teilweise selbst mitgebracht und vor Ort mit eigenwilligen Accessoires ausgestattet. Die fotografischen Ergebnisse bergen mal untergründige, mal offensive Komik, die mit Laufsteg-Assoziationen, kleinbürgerlicher Pool-Idylle und surrealen Gaukeleien aufwartet. Die ungeklärte Frage, wie die unzähligen Kaulquappen in die neu entstandenen Gewässer von White Sands gelangten, beschäftigte nicht nur die Biologen, auch Julia Christe scheint sie in ihre skurrile Bildsprache übertragen zu haben: Die Gegenwart der Oktoberfest-Schuhplattlerkapelle aus Garmisch-Partenkirchen bleibt ein ebenso großes Rätsel wie die Herkunft der laichenden Frösche.

Auch wenn die humoristische Note weitaus stärker ausgeprägt ist als in den früheren Kapiteln von White Sands, so macht die unverwechselbare Handschrift der Fotografin Julia Christe die Arbeiten erneut zu einem besonderen ästhetischen Genuss. Ihr Purismus ist betörend und die verlorenen menschlichen Gestalten werden in der Weite der ausschwingenden, monochromen Flächen – im wahrsten Sinne des Wortes – zu wohlgesetzten Pointen.


FLYING DOGS & CATS

Amüsant und überaus liebenswert sind die Protagonisten in Julia Christes „Flying Dogs & Cats“ Serie. Sie fliegen durch die Lüfte und bezaubern den Betrachter mit ihrer wunderbaren Mimik und Gestik. Hinter diesen lieblichen Werken steckt viel Arbeit und Feingefühl der erfahrenen Fotografin Christe, die sich bereits seit 2007 mit den Motiven beschäftigt. Mit viel Geschick hat sie es geschafft, Hunde und Katzen im Flug festzuhalten, und die Betrachter zu begeistern. Eine große Herausforderung war das Shooting der Serie. Christe musste für die Tiere eine Situation erschaffen, in der sie kurz durch die Luft flogen, ohne dabei ihr Wohlergehen und ihre Sicherheit zu gefährden. Zugleich mussten die Tiere genau vor der Kamera fliegen und dürften nicht durch ein Objekt verdeckt werden. Ein Park, in dem Hunde hohe Sprünge vollbringen, um sich ein Frisbee aus der Luft zu schnappen, war also ungeeignet. Die Lösung war ein Fotoshooting in einem Berliner Studio, zu dem auch die Besitzer der Tiere eingeladen waren. Sie hielten ihre Vierbeiner in die Höhe und ließen sie auf eine weiche Matratze springen. Aufgrund der ungewöhnlichen Umgebung des Studios waren die Tiere zuerst überrascht und verunsichert – genauso, wie es Julia Christe wollte.
Den Anstoß für die Serie gab Christes Hund Flinn, ein spanischer Wasserhund mit viel Energie und Ausdauer. Er liebt es, nach Frisbees oder anderen fliegenden Objekten zu springen. Dabei kümmert er sich nicht darum, wie er landen wird. Er genießt den Moment in der Luft, als wäre er fürs Fliegen geboren. Christe sah sich als Fotografin sogleich herausgefordert, diesen kurzen Augenblick der Freude festzuhalten, und begann mit den ersten Planungen für die Serie.
Vita
1973geboren in Tettnang
1994-2000Studium Kommunikationsdesign an der GH-Uni Essen bei Prof. Bernhard Prinz
seit 2000lebt und arbeitet in Berlin
Auszeichnungen
2006Lead Awards Silber (anteilig für Fotostrecke im Greenpeace-Magazin)
2005Aenne-Biermann-Preis für Deutsche Gegenwartsfotografie, 3. Rang
Lead Awards für die beste Bildreportage, Bronze
2002Fotogalerie 94, Wettbewerb schlaflos, 2. Rang
2001Kodak Nachwuchsförderpreis
Photo-Visionen, 4. Preis
2000Otto-Steinert Preis (lobende Erwähnung)
1998Focus Wettbewerb Auszeichnung
1993Deutscher Jugendfotowettbewerb
Ausstellungen
2008Fofu, Fucecchio Foto Festival
2007InterCity Berlin-Praha, Galerie Alte Schule, Berlin, Deutschland
2006Realität oder was?, Kunsthalle Aschaffenburg, Deutschland
It’s Real!?, Einzelausstellung, Digital Art, Rödermark, Deutschland
Summer Show, Schneider Gallery, Chicago, USA
Horizonte – Zeitgenössische Landschaftsfotografie, Lumas
Europäischer Monat der Fotografie, Berlin, Deutschland
Postfuhramt Berlin, Rodeo Club, Einzelausstellung, Deutschland
2005Museum für Angewandte Kunst, Beteiligung an der Ausstellung, Gera, Deutschland
Sehnsuchtsbilder, Sander Digital Pictures, Köln, Deutschland
InterCity Berlin-Praha, Galerie Manes, Prag, Tschechische Republik
Fotosommer Stuttgart, Beteiligung an der Ausstellung, Deutschland
Lumas Editionsgalerie, Düsseldorf, Deutschland
Lead Awards Preisträger, Deichtorhallen Hamburg, Deutschland
Realität oder was? Ausstellung Jesuitenkirche Aschaffenburg, Deutschland
Berliner Fotokunst in Prag, Tschechisches Zentrum
2004Sehnsuchtbilder-Irrational Moments in Photography, Lumas Editionsgalerie, Berlin, Deutschland
2003Kleurgamma, Unit, Amsterdam, Niederlande
Ausstellung der Ankäufe 2002 des Bundesumweltministeriums in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalens, Berlin, Deutschland
2002Photokina Visual Gallery, Köln, Deutschland
2001Reinhard-Wolff Ausstellung, Museum für Kunst und Gewerbe
1997Bilderbad Herten, Herten, Deutschland
Zeigung, Zeche Zollverein, Essen, Deutschland

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