LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: RLE36
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
- Neugierig auf Welt
- Preussisch Blau
- Unverschämtes Glück
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Neugierig auf Welt
„Mir gefällt es, wenn meine Fotos groß gedruckt werden und das schafft nur, wer etwas Besonderes anzubieten hat.“ Betrachtet man das Werk von Robert Lebeck dann erscheint diese, scheinbar beiläufig in einem Interview getätigte Aussage über die eigenen Arbeiten keinesfalls übertrieben. Vielmehr wird dadurch der Kern des Oeuvres des Fotojournalisten deutlich: Der durchaus selbstkritische Anspruch jedem Motiv eine Einzigartigkeit zu verleihen. So ist es wenig verwunderlich, dass Lebeck gut 30 Jahre für den Stern in der ganzen Welt fotografierte und in den späten 70er Jahren Chefredakteur des Magazins Geo war.
Es ist zum einen das Gespür für den perfekten Moment der Aufnahme, das die Fotografien Lebecks von einer bloßen Berichterstattung unterscheiden. Zum anderen kommt in seinen Arbeiten stets der Charakter und das Eigenleben der Motive zum Ausdruck, was ihnen eine unbestechliche Präsenz verleiht. So lichtete Lebeck im Auftrag des Sterns die fernen und oft exotischen Länder nicht nur ab, er tauchte in die Motive ein, die der Zufall scheinbar so einzigartig vor seiner Kamera arrangierte.
Das alltägliche Bild von chinesischen Bauern etwa, die ihre Waren durch die Stadt Suzchou am Rande einer 2000 Kilometer langen Wasserstraße transportieren, wertet Lebeck zu einem unmittelbaren Stimmungsbild auf, dessen Faszination sich nicht auf den ersten Blick erklären lässt. So sind es nicht nur die malerischen 700 Jahre alten Brücken im trüben Nebel, die der Aufnahme eine beinahe außerweltliche Schönheit verleihen. Immer wieder gelingt es dem Fotografen die einzigartigen Momente in einem Spannungsfeld von Bewegung und Stillstand, von nuancierten Farbverläufen und der Körnigkeit des Films einzufangen und zu verewigen. Damit verleiht er seinen Arbeiten stets einen individuellen Ausdruck, der sie aus der Masse der allgegenwärtigen Bilderflut heraushebt.
Es ist jedoch nicht allein dieses Gespür für die ganz eigenen Qualitäten seiner Motive, das Lebecks Können ausmacht, er weiß auch um deren Bedeutung im politischen und gesellschaftlichen Zusammenhang. Somit war und ist Lebeck mit seinen Arbeiten auch immer ein Chronist bundesdeutscher Befindlichkeiten. Vor allem in seiner Funktion als Foto-Korrespondent des Sterns konnte Lebeck seinen individuellen Blick auf das Geschehen mit dem eigentlichen Motiv verbinden und somit viel mehr offenbaren als es eine reine Abbildung des Gesehenen vermag. Es ist dieser besondere Standpunkt seines Blickes auf die Welt und auf die eigene Geschichte, der in Lebecks Arbeiten lebendig wird. Die in der Serie Neugierig auf Welt wie auf einem Leuchttisch zusammengestellten Diapositive - inklusive ihrer Originalrahmen und Beschriftung - lassen diese einzigartigen Qualitäten seiner Fotografien in ihrer Essenz erfahrbar werden. Das Konzept dieser Serie wurde in Zusammenarbeit mit dem Fotografen eigens für LUMAS entwickelt und ist in dieser Form zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich.
Thematisch wurde die Serie nach Lebecks bisweilen recht eigenwilligen Entwürfen des Spannungsfelds zwischen Ost und West arrangiert, sei es jenes der beiden Deutschen Staaten oder dem der USA und UdSSR. Beim Betrachten des Ergebnisses lässt sich fassen, was das Werk des Fotografen heute so unverkennbar beseelt: Es atmet Zeitgeschichte. Es sind jedoch gleichermaßen Lebecks Künstlerporträts, die er oft in einer bestimmten Konstellation von Werk und Porträt konzipierte, wie auch das unermüdliche Erkunden und Visualisieren ferner Kulturen, die seinen breit gefächerten, fotografischen Blick jenseits der politischen Ebene offenbaren.
Mit der Serie Preußisch Blau erschloss sich für Lebeck, der sich Ende der 90er von seiner Arbeit als Foto-Korrespondent verabschiedete, ein ganz neues Feld der Fotografie. Mit einer Leica Digilux und den Möglichkeiten der digitalen Fotografie zeichnet Lebeck von seiner Geburtsstadt Berlin im Licht der Abenddämmerung ein ganz eigenwilliges Porträt. Auch in dieser Abstraktion lässt sich die ursprüngliche Qualität des Fotografen ohne Weiteres wieder finden: Das Gespür für den perfekten Augenblick der Aufnahme.
























