LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: EVE79
- La Dolce Vita
- Einführung
ZUM FILM
Fellinis seinerzeit von manchen als "skandalös" und "pikant" empfundener Film nimmt mit seiner dreistündigen Episodenfolge in der Figur des Klatschreporters Marcello (Marcello Mastroianni), seiner Begegnungen und Beziehungen mit einer Reihe faszinierender Frauen, so auch mit dem schwedisch-amerikanischen Filmstar Sylvia (Anita Ekberg) das sinnentleerte Leben und Treiben der römischen High-Society Ende der 50er Jahre aufs Korn. Die erklärte Absicht: das Böse bis zur Empfindung des Ekels bloßzulegen. Tatsächlich spürt der Film mit größter Sensibilität der Faszination des Bösen nach und beschwört es mit hoher, aber nicht immer gleichwertiger Stilkunst.
Zu den zeitlos gültigen Momenten des Films gehört unter anderem die Schilderung der von zwei Kindern vorgetäuschten Marienerscheinung und des jahrmarktartigen Wunderrummels - ein Beleg für Fellinis zugleich hellsichtig-kritischen wie liebevoll-mitleidigen Blick.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Das süße Leben
LA DOLCE VITA (Originaltitel)
Produktionsland: Italien, Frankreich
Erscheinungsjahr: 1960
Länge: 174 Minuten
Regie: Federico Fellini
Drehbuch: Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli
Kamera: Otello Martelli
Schnitt: Leo Cattozzo
Darsteller: Marcello Mastroianni (Marcello Rubini), Anita Ekberg (Sylvia), Anouk Aimée (Maddalena), Yvonne Furneaux (Emma), Magali Noël (Fanny), Alain Cuny (Steiner), Walter Santesso (Paparazzo), Lex Barker (Robert)
- Das süße Leben wurde mit der Goldenen Palme beim Filmfestival Cannes 1960 ausgezeichnet und gewann 1962 einen Oscar für die besten Kostüme.























