LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: EVE78
- Chinatown
- Repulsion
- Einführung
ZUM FILM CHINATOWN
Die auf mehreren Ebenen entwickelte Darstellung einer kalifornischen Korruptionsaffäre bei der Planung eines großen Staudammes, deren gesellschaftliche und private Dimensionen durch die Nachforschungen eines Privatdetektivs, J.J.Gittes (Jack Nicholson), ans Tageslicht kommen.
An Raymond Chandlers Kriminalromanen orientiert, in Stil und realitätsbezogener Darstellung jedoch weit darüber hinausgehende Auseinandersetzung mit der amerikanischen Wirklichkeit nicht nur der 30er Jahre. Zugleich ein Einblick in die psychologische Befindlichkeit einer durch und durch maroden Gesellschaft.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN CHINATOWN
CHINATOWN (Originaltitel)
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1974
Länge: 131 Minuten
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Robert Towne
Kamera: John A. Alonzo
Darsteller: Jack Nicholson (Jake Gittes), Faye Dunaway (Evelyn Cross Mulwray), John Huston (Noah Cross), Perry Lopez (Lieutenant Lou Escobar), John Hillerman (Russ Yelburton), Darrell Zwerling (Hollis I. Mulwray), Diane Ladd (Ida Sessions), Roy Jenson (Claude Mulvihill), Roman Polanski (Mann mit Messer), Richard Bakalyan (Detective Loach), Bruce Glover (Duffy)
- 1975: Oscar für Bestes OriginaldrehbuchOscar-Nominierungen in zehn weiteren Kategorien: Bester Film, Bester männlicher Hauptdarsteller, Beste weibliche Hauptdarstellerin, Beste Regie, Beste Kamera, Bestes Szenenbild (Richard Sylbert), Bester Ton, Beste Musik, Bester Schnitt, Beste Kostüme
- Chinatown gilt als gelungener, moderner Film noir, in dem es Polanski gelingt, die klassische Rolle des private eye in der Rolle Jack Gittes umgesetzt zu haben
- Das von Towne verfasste Drehbuch wird oft als Musterbeispiel für die gelungene Entwicklung einer Filmhandlung hervorgehoben. Es wurde 1975 mit einem Oscar bedacht und erhielt noch weitere Auszeichnungen.
ZUM FILM REPULSION
Eine sensible Londoner Maniküre, Carole (Catherine Deneuve), die sich in einer von Männern dominierten Welt hilflos und bedroht fühlt, wird allmählich das Opfer von Wahnvorstellungen. Sie dämmert in der Wohnung ihrer verreisten Schwester dahin und begeht in ihrer Verzweiflung einen Doppelmord. Von einer atmosphärisch dichten Milieubeschreibung ausgehend, macht sich die Inszenierung zunehmend den Blickwinkel der Heldin zu eigen und verfremdet den banalen Alltag zu einem Inferno schockierender Visionen.
Ein handwerklich perfekter Psycho-Thriller, der mit Elementen der Horror-Dramaturgie arbeitet und dem Zuschauer seine eigene voyeuristische Perspektive vor Augen führt.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN REPULSION
Ekel
REPULSION (Originaltitel)
Produktionsland: UK
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 104 Minuten
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Roman Polanki, Gérard Brach
Kamera: Gilbert Taylor
Darsteller: Catherine Deneuve (Carole Ledoux), Ian Hendry (Michael), John Fraser (Colin), Yvonne Furneaux (Hélène Ledoux), Patrick Wymark (Vermieter)
- Bei den Filmfestspielen von Berlin 1965 war Roman Polanskis Film im Wettbewerb um den Goldenen Bären als bester Film vertreten, hatte aber gegenüber Jean-Luc Godards Kriminalfilm Lemmy Caution gegen Alpha 60 das Nachsehen. Der Regisseur wurde jedoch mit dem Silbernen Bären (Spezialpreis der Jury) sowie dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalisten-Vereinigung bedacht.
- Roman Polanki hat einen Cameo-Auftritt als Musiker.
- Ekel war die erste englischsprachige Produktion des polnischen Regisseurs Roman Polanski und markierte seinen Durchbruch in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Gleiches gilt auch für die Hauptdarstellerin Catherine Deneuve.























