Malerei im digitalen Zeitalter
Die Malerei ist die älteste Gattung im Bereich der Bildenden Kunst und eine der frühesten Kulturleistungen der Menschheitsgeschichte. Bekanntlich wurden die frühesten „Gemälde“ – die Anfänge der Malerei werden von Forschern auf das Jahr 31.000 v.Chr. datiert – in den Höhlen der Steinzeitmenschen entdeckt. In den letzten fünf Jahrtausenden hat sich die menschliche Zivilisation rasend schnell weiterentwickelt, dabei neue Künste kreiert und bestehende Künste diversifiziert. Doch selbst der Siegeszug von Fotografie und Digitalisierung hat die Malerei nicht verdrängt. Gerade in unserer Zeit der technischen Tricks bleibt die Faszination künstlerischen Geschicks ungebrochen. Deshalb sind Gemälde ein kleiner, aber unverzichtbarer Bestandteil des LUMAS Portfolios.
Knallig-kritische Gemälde
Die amerikanische Künstlerin Freddy Reitz betrachtet Malerei als Möglichkeit des Austauschs zwischen Gemälde und Betrachter. „Correspondent Art“ nennt die Wahl-Berlinerin dieses Kunstverständnis, das in der praktischen Umsetzung meist Malerei mit kräftigen Farben auf Collagen von Zeitungs- oder Postkartenschnipseln bedeutet. Ihr gefragtes Gemälde „Crazy Ketchup“, als LUMAS Edition in beiden angebotenen Formaten längst ausverkauft, steht stellvertretend für ihre plakativ-provozierende Malerei, die hier eine Markenbotschaft, auf anderen Gemälden auch nationale Symbole kritisch hinterfragt.
Still-subtile Gemälde
Deutlich stiller und subtiler ist die figurative Malerei der Amerikanerin Erin Cone. Die gefeierte Künstlerin, deren Gemälde in Sammlungen auf der ganzen Welt gezeigt werden, begeistert Kritiker und Publikum durch ein eigenwilliges Realismus-Konzept, besticht ihre Malerei doch durch detailgetreue Wiedergabe, die aber im Widerspruch zur offensichtlichen Stilisierung steht. Den Gemälden voraus geht ein komplexes Verfahren, das von ersten Skizzen über Fotos hin zur Wahl einer geeigneten Komposition führt. Bei der Malerei verfährt Cone eher traditionell, erschafft aber verblüffende Werke: Gemälde zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, zwischen Portrait und Nicht-Portrait.
Szenisch-spektakuläre Gemälde
In ihren Botschaften weniger vielschichtig, dafür methodisch äußerst vielseitig ist die Malerei der Berlinerin Sandra Rauch, deren erst 2011 bei LUMAS veröffentliche Gemälde absolute Bestseller oder gar ausverkauft sind. Die studierte Kommunikationsdesignerin erweitert ihre kraftvolle Malerei um andere Techniken wie Fotografie und Typografie, als Untergrund kommt statt Leinwand Acrylglas zum Einsatz. Markenzeichen ihrer überwältigenden Gemälde von New York und Hong Kong sind die ausdrucksstarken Farben und szenische Verdichtungen. Durch ihre spektakuläre Malerei verwandelt Rauch diese chaotische Metropolen in einladende Erlebniswelten. Ihre Gemälde - ebenso wie die von Reitz und Cone - finden sich bei LUMAS deshalb in der Künstler-Kategorie Young Art wieder.