LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: WJO45
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MEISTER ALLER STILE
Das Multitalent Wolfgang Joop hat klare Vorbilder: Die eiskalte Schönheit der Gemälde von Tamara de Lempicka, die die 1930er Jahre und deren Schönheitsideale reflektieren und die expressiven, leicht verruchten Zeichnungen von Egon Schiele – beide Künstler gingen ihren Weg gegen den Strom der Gesellschaft, unterwarfen sich nicht dem Geschmack ihrer Zeit und schufen so eine eigenständige, auf den Menschen und seinen Körper konzentrierte Bildwelt. Wolfgang Joop entwickelte daraus und aus vielen anderen Erlebnissen seines bewegten und immer eigenständigen Lebens als Designer, Schauspieler und Autor eine ganz eigene Art der Modezeichnung "in der Pose und persönliche Haltung eins werden."
Für Wolfgang Joop "sind Kunst und Mode dann am eindrucksvollsten, wenn die Objekte eine Aura der Absichtslosigkeit haben. Oder die Absicht, sich ganz selbst zu genügen." Der französische Begriff dafür ist "l'art pour l'art". Wolfgang Joops Zeichnungen sind Kunst um der Kunst willen, mit starkem Hintergrund aber ohne Hintergedanken. "Meine Skizze sollte aussehen, als sei sie ohne Mühe entstanden. Sie erklärte mein Zeitgefühl, meinen Begriff von Schönheit mit möglichst reduzierten, aber selbstsicher wirkenden Mitteln."
Horst Klöver




















