LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: VHE01
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
- Mit Licht gemalt
- Poesien des Lichts
- Sehnsucht
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POESIEN DES LICHTS
Volkmar Herre zeigt die Natur des Nordens durch das philosophische Schlüsselloch seiner Camera obscura. Er lebt seit über zwei Jahrzehnten in Stralsund, es zieht ihn unentwegt nach Rügen und auf die vorgelagerte Insel Vilm, ein Naturschutzgebiet. Hier findet der Fotokünstler alles, was seine Sehnsucht stillt.
Er wird eins mit seinen Motiven, verharrt für Minuten, manchmal Stunden, während seine Kamera durch ein winziges Loch das Bild aufzeichnet. Man kann ihn einen echten Romantiker nennen. Für ihn ist fotografieren: "Alleinsein. Genaues Beobachten. Öffnen der Sinne. Versenken in Demut. Staunen. Zwiesprache. Erkennen. Finden der Bildform. Erspüren der Zeit jenseits des Augenblicks. Erfülltsein von Visionen." So hätte auch Caspar David Friedrich (1774-1840) antworten können, auf die Frage, warum er auf Rügen malt.
Zu Volkmar Herres Motiven gehören das Meer, Findlinge, Bäume und die berühmten Kreidefelsen. "Ist es die Weichheit, die den Bildern der Camera obscura zu eigen ist oder ist es das Walten der Zeit, in der das von den Dingen ausgehende Licht sich einschreibt, dass man die geheime Sprache der Natur zu verstehen meint?", so der Künstler über seine Werke, die einer "vordemokratischen" Zeit zu entstammen scheinen: Dem technischen Fortschritt, der es jedem erlaubt, die Natur in Sekundenbruchteilen fotografisch zu erfassen, aber nicht unbedingt zu verstehen, setzt er seine bewusste Langsamkeit entgegen und bedient sich einfacher Mittel, um den beseelten Elementen der Küste auf den Grund zu gehen: "Diese Bilder sind anders, als wir sehen. Sie erzählen Geschichten. Sie erinnern an Märchen und Träume. Es offenbart sich das Ewige. Geheimnis. Archaische Schönheit. Unendliche Stille. Niemand ist Zeuge, allein die Bilder sind Zeugnis."
Die romantischen Dichter und Künstler suchten die blaue Blume, Sinnbild für die Suche nach innerer Einheit und Unendlichkeit, in den deutschen Landschaften. Volkmar Herre hat sie in seinen "Poesien des Lichts" mit den feinen Tönen der Ostsee beschrieben.
Horst Klöver
























