WMO. 1000 - Rafael Neff
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180
61 x 180 cm
LIMITED EDITION, AUFLAGE: 100, SIGNIERT,
LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: RNE13
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IM PARADIES DER KOLIBRIS

Diese seltene Serie bunter Kolibris und Paradiesvögel ist eine Huldigung an die Perfektion, an das handwerkliche Können und präzise Sehen. Raffael Neff entdeckte sie bei seinen fotografischen Aufnahmearbeiten in großen Bibliotheken und bibliophilen Sammlungen. Die im Original handkolorierten Kupfertafeln stammen aus einer vierbändigen Ausgabe des französischen Schiffsarztes und Naturkundeforschers René Primevère Lesson, der von 1822 -1825 die Welt umsegelte. Es sind Vögel des pazifischen und südamerikanischen Raums, die seinerzeit den wenigsten Europäern bekannt waren. Rafael Neff erkannte die perfekte Schönheit der Abbildungen, die den Flugkünsten der kleinen Vögel in nichts nach steht, und fotografierte die Tafeln gestochen scharf ab. Das kleine Herz dieser wundersamen Vögel schlägt so atemberaubend schnell, dass sie in der Luft flatternd stehen können. Die Bilder verzaubern nicht nur jeden Ornithologen, sondern jeden Liebhaber und Kenner historischer Reproduktionskunst - eine wahre Rarität.

Stephan Reisner



FARBENPRÄCHTIGE OPULENZ

Rafael Neff (*1969) hat sich 2007 aufgemacht und aus Deutschland, Frankreich, Italien und aus der Schweiz Bilder von Bibliotheken und Opern zurückgebracht. Rafael Neff fotografiert seit nunmehr 4 Jahren Opern, Theaterhäuser und Bibliotheken auf der ganzen Welt. Fasziniert verliert unser Blick sich in der üppigen Fülle barocker Ornamente, wie mit Kinderaugen blicken wir staunend in die opulenten Inszenierungen warmer Farben und erzählerischer Statuetten aus längst vergangenen Zeiten, gebannt von all der Pracht. Sei es die Benediktinerabtei in Ottobeuren, das Prämonstratenserkloster in Bad Schussenried, das Teatro di San Carlo in Neapel, das nach einer Feuersbrunst prunkvoll wieder aufgebaute Gran Teatro La Fenice di Venezia, die Opéra Garnier in Paris, die Bayerische Staatsoper München oder das Opernhaus in Zürich: Die lichtdurchfluteten Opernhäuser erzählen uns von all den Dramen, die auf ihren Bühnen gespielt wurden, wir hören gleichsam die Arien aus den Libretti des gesungenen Lebens. Und einerlei, ob wir religiös sind oder nicht – solche Räume sind für jedes ästhetische Auge und jeden freien Geist eine Freude! Weil sie über das Individuum hinausweisen, indem sie schon lange vor uns existierten und mit ihrer Opulenz auch noch lange nach unserer Zeit ästhetischen Genuss darbieten werden.


GLETSCHER UND STRÄNDE

Eine Choreographie bunter Tupfer belebt die fast menschenleere Strand-Bühne, das Licht ist perfekt eingerichtet, die Protagonisten haben ihren Auftritt. Ganz nüchtern betrachtet, sind es nur Strandkörbe, aber sie bekommen in den Fotografien von Rafael Neff fast schon etwas Individualistisches. Dabei halten sie sich zugleich vornehm zurück, heben sich kaum ab von der Umgebung, und scheinen vor allem dazu da, die bunt gestreiften Stoffe zu präsentieren, mit denen sie ausgeschlagen sind, und ihre Schatten auf der unruhigen Oberfläche des Sandes spielen zu lassen. Bevor die ersten Urlauber kommen und sie ganz profan als Sonnenschutz missbrauchen, inszenieren sie für sich – und den einen oder anderen zufälligen Passanten – ein Capriccio aus Licht und Farbe, kleinteilig und flirrend abstrakt, als wollten sie den Dialog mit dem wolkenlosen Blau des Himmels aufnehmen, dem der Fotograf gleich viel Fläche einräumt. Die Aufnahmen von Rafael Neff sind stimmungsvoll im besten Sinne. Er nähert sich seinen Objekten auf vielfältige Weise und belebt seine Impressionen durch Kontraste von Schärfe und Unschärfe, von Nähe und Distanz, von Fläche und Tiefe. Die Bilder erscheinen wie ausgeblichene Erinnerungen an Ferien in einer fernen Kindheit, an Geräusche von Meer und Sommergästen. Das Personal ist längst weiter gezogen, geblieben ist nur das Mobiliar, altmodisch und wunderbar zeitlos zugleich.

Dr. Boris von Brauchitsch


AM PULS DER ZEIT

Manchmal gelingt es, den Lauf der Zeit in einem einzigen Moment einzufangen. Die neuen Bilder von Rafael Neff ermöglichen Einblicke in edle Chronographen, die man sonst nicht erhält: Sämtliche Feinheiten werden sichtbar und in perfekter Formgebung verarbeitete Metalle ergeben in ihrer ornamentalen Dichte und dezenten Farbigkeit schönste Funktionalität. Die Nahaufnahmen moderner Uhrwerke, nach jahrhundertealter Tradition entstanden, sind Zeitzeugen besonderer Art.

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