LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: EVE55
- Performance
- Einführung
ZUM FILM
Ein Gangster findet nach einem Mord, der nicht in den Plan der Verbrecher passt Unterschlupf bei einem Popstar, Turner (Mick Jagger). Satire auf die moderne Gesellschaft mit treffenden Anspielungen auf Showbusiness, Starkult und Pop-Kultur; ein originelles und teilweise verwirrendes Filmexperiment, das vor allem durch den raschen Wechsel der Handlungsebenen bewusst gegen die Regeln des Erzählkinos verstößt. Erste Spielfilmregie des Kameramanns Nicolas Roeg; in der Hauptrolle "Rolling Stones"-Sänger Mick Jagger.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
PERFORMANCE (Originaltitel)
Land: UK
Jahr: 1969
Länge: 105 Minuten
Erstaufführung: 18.9.1970
Regie: Nicolas Roeg, Donald Cammell
Drehbuch: Donald Cammell
Kamera: Nicolas Roeg
Musik: Jack Nitzsche
Darsteller: Anita Pallenberg (Pherber), Michèle Breton (Lucy), Stanley Meadows (Roseblom), Mick Jagger (Turner), James Fox (Chas), Ann Sidney (Dana)
Bei seiner Wiederaufführung 1977 wurde Performance als ein Film beworben, der seiner Zeit um zehn Jahre voraus war. Nach seiner Fertigstellung landete er zunächst im Giftschrank: Die Warner-Verantwortlichen, die eine Art Stones-Gegenstück zu Richard Lesters’ A Hard Days Night (1964) erwartet hatten, packte bei der ersten Testvorführung das schiere Entsetzen.
Als er zwei Jahre später doch in die Kinos kam, nannte ihn Richard Schickel – repräsentativ für die damalige Kritik – den wertlosesten Film, den er je gesehen habe. Mit den Jahren etablierte sich Performance als typischer Midnight Movie, heute gilt er als verkannter Klassiker des britischen Kinos, zu seiner Zeit ebenso unverstanden wie zehn Jahre zuvor Peeping Tom.
























