Ann with white Flowers - Jacques Olivar
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100
77.2
100 x 77.2 cm
€ 350,00
LIMITED EDITION, AUFLAGE: 100, SIGNIERT,
LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: JOL09
Fertig zum hängen
 
Kaschierung unter Acrylglas (Lumasec)
€ 219,00
(vom Künstler ausgewählt)
0
Außenmaß: 100 x 77,20 cm
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Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar

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  • Ann with white Flowers
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Cold Blood: Die Frauen des Jacques Olivar

Helmut Newton zeigte sie, mit oder ohne Kleider, selbstbewusst und stolz; Guy Bourdin inszenierte sie als Persiflage auf Sex and Crime; Juergen Teller provoziert bewusst mit der Idee des „White Trash“. Jacques Olivars (*1941) Frauen wirken wie Heroinnen in alten Metro Goldwyn Mayer-Filmen aus der Blütezeit des Kodacolor, als nach dem Brüllen des Löwen Sehnsucht, Drama und Leidenschaft ihren Lauf nahmen. Und gleichzeitig wirken die von ihm szenisch inszenierten Models wie abwesend, solitär, ja sogar melancholisch. Was Olivars Fotos so charakteristisch und filmisch macht, ist die zu einem einzigen Bild verdichtete Narration, deren Plot wir uns selber in unserer Phantasie zusammenstellen müssen. Nur wenige Fotografen sind wie der aus Casablanca stammende Olivar in der Lage, gleichzeitig so präzise bis ins Detail zu inszenieren und uns doch den Raum für eigene Bildromane frei zu halten. Was Olivar, wie Newton oder Bourdin, meisterhaft beherrscht, ist die Kunst der Andeutung, der visuellen Verführung und des Spannungsaufbaus, so dass wir seine Bilder betrachten und uns automatisch nach dem „Vorher“ und dem „Nachher“ der in Sekundenbruchteilen festgehaltenen Situationen fragen. Kunst ist oft dann am spannendsten, wenn sie den Betrachter auf sich selbst zurückwirft. So fragen wir uns bei Olivars Bildern immer wieder: Gehören Olivars Frauenfiguren zu den Millionen einsamer und nach Liebe schmachtender Großstadtherzen, oder ist ihr Blick deshalb so gedankenverloren, weil sie gerade ein Drama erlebt oder eines wenige Sekunden nach dem Bild erleben werden?
Jacques Olivar ist in der zeitgenössischen Modefotografie deshalb ein „Einzelereignis“, weil er es versteht, Schönheit, Glamour und Weiblichkeit gekonnt mit der immerwährenden Faszination für das Erzählerische zu verbinden.

Walter Keller


In der Fotografie hat die Mode ihr Medium gefunden. Der ständige Wandel, Charakteristikum der Fashionworld, ist in der Fotografie jederzeit aktuell präsent und überdauert zugleich die Zeiten. Diese Erkenntnis stammt aus der ersten Boomepoche der Modemagazine in den 30er und 40er Jahren, als man die Frau als Konsumentin entdeckte und die Basis für den heute florierenden Model-Kult legte. Seither hat es vielfältige Meister des Genres gegeben, doch es sind nur einige wenige, die sich über Jahrzehnte im Geschäft namhaft behaupten konnten. Jacques Olivar (*1941) ist einer von ihnen. Seine Porträts sind ein raffinierter Grenzgang zwischen Mode, Pin-up und Hollywood. Jede Generation braucht eine aktualisierte Erscheinungsform jener Fotografien, die man traditionell in Soldatenspinden und Seemannsheimen erwartet. Olivar erweitert mit seinen Edel-Pin-ups jedoch die Zielgruppe deutlich: diese Ikonen sind für jeden da, der der weiblichen Schönheit etwas abgewinnen kann, sie sind die zeitgemäße Form des Glamours, der die Erfüllung der Sehnsüchte und Fantasien der Männerwelt in Aussicht stellt und zugleich unerreichbar bleibt. Generationen von Virtuosen der Oberfläche haben an diesen Ikonen gefeilt, aber der 1941 in Casablanca geborene Jacques Olivar ist ein Prinzipal unter ihnen, ein Könner im Umgang mit Models, die längst den Status von Celebrities erlangt haben. Cindy Crawford, Monica Belucci oder Sophie Dahl – in ihnen lebt der Schlafzimmerblick fort, der Schmollmund, das laszive Räkeln, die Verführung leicht geöffneter Lippen. Meisterhaft sind diese archaischen Reize auf die Traumfrauen von heute übertragen und man ist fast geneigt zu glauben, sie hätten sie erfunden.

Dr. Boris von Brauchitsch

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