the inner light II - Holger Lippmann
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112,5
150,0
112,5 x 150,0 cm
LIMITED EDITION, AUFLAGE: 100, SIGNIERT,
LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: HLI13
56,3
75,0
56,3 x 75,0 cm
LIMITED EDITION, AUFLAGE: 100, SIGNIERT,
LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: HLI14
  • flowers and weeds
  • la forêt
  • Language of landscape
  • Recursive trees
  • Random is not random
    Random is not random
  • Precipitous realignment
    Precipitous realignment
  • the inner light I
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Als generative art oder e-art bezeichnet der in Dresden und Stuttgart ausgebildete Künstler Holger Lippmann seine Bildwerke. Es gab einen Moment in seinem Schaffen, an dem er den klassischen Zeichenstift gegen den digitalen eintauschte. Das bedeutet nun nicht, dass er gar nicht mehr zum klassischen Zeichenstift greift. Aber der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit hat sich eindeutig verschoben. Er besteht heute in der Umsetzung eigens programmierter digitaler Zeichentechniken, die Lippmann auf unterschiedliche Themen anwendet. Seine Sujets reichen von gegenständlichen Motiven wie Blumen über geometrische Figurenspiele bis hin zu überlagerten Matrixstrukturen. Mit Hilfe seiner Zeichenprogramme komponiert er filigrane Strukturen und abstrakt-geometrische Muster, um sie anschließend zu überlagern und zu variieren, bis das Bild seinen gewünschten Ausdruck angenommen hat. Obwohl im Wesen abstrakt, erweisen sich seine Motive an das Gegenständliche zurück gebunden. Insbesondere seine Serie japanischer Kirschblüten zeigt sich ausgesprochen gegenständlich. Lippmann zitiert die Tradition des Hanami und unterzieht die Kirschblüten einer stilistischen und zeichnerischen Neuinterpretation. Das Aufgreifen der Tradition und die vollständige digitale Anverwandlung im Bild gelingen auf eindrucksvolle Weise. Von den Motiven geht eine ausgesprochen feine und sanfte Bannkraft aus.

Stephan Reisner



Digitale Malerei

Holger Lippmann sagt zu seinem Vorgehen: „Manchmal nehme ich auch Stift und Papier in die Hand. Oft ist es aber wirklich so, dass ich wenig später am Computer weiterarbeite. Mir begegnen beim Zeichnen einfach zu viele Situationen, wo ich am Computer weitaus exzessiver experimentieren, aus einer Idee in kürzester Zeit voller Energiegeladenheit alle möglichen Variationen durchspielen und wieder zu allen Ausgangspunkten zurückgehen kann … Auch fühle ich mich mit dem Stift in der Hand eher romantisch, so, als wollte ich mit Steinen Feuer machen. Die hier gezeigten Arbeiten basieren im wesentlichen auf speziell für diese Bilder entwickelten ‚Zufallsprogrammen’.“ Da ist zum Beispiel eine Linie oder ein Zylinder, welche in Anzahl, Position, Grösse, Richtung, Drehung, Alphawert usw. zufällig gestreut werden. Natürlich regle ich dabei eine Vielzahl von Parametern so, dass ein Höchstmass an ausgeglichenen Kompositionen generiert wird. Später suche ich aus einer Vielzahl solcher Streuungen bestimmte interessante Kompositionen aus, um sie mit anderen, ähnlich oder anders erzeugten, Ebenen – zum Beispiel mit fraktalen Berechnungen – in Verbindung zu bringen. Der innerlich ablaufende Arbeitsprozess ist der gleiche wie zu den Zeiten meiner herkömmlichen Arbeitsweise mit Farbe und Leinwand. Deshalb nenne ich meine heutige Arbeit gerne auch ‚digitale Malerei’ oder „Computer-aided Painting.“

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