LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: GPE01
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
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FOTOGRAFIE UND FORSCHUNG
Gérard Pétremand setzt die scharf abgebildeten Bereiche seiner Aufnahmen in ein klares Verhältnis zu den sie umgebenden, in starke Unschärfe driftenden Gegenden im Bildfeld. Durch die von ihm angewandte Technik der Grossformatfotografie mit ihren vielfachen Möglichkeiten der Bildmanipulation schon bei der Aufnahme wird es möglich, präzise und in sehr freier Weise bestimmte Ebenen zu betonen. In vielen Fällen befinden sich in diesen Ebenen einzelne Figuren oder architektonische Elemente, die so zu einem bedeutungsstarken Verbund zusammengestellt werden.
In der Geschichte der Fotografie hat die Unschärfe über viele Etappen eine Akzeptanz erreicht, die man auf den veränderten Umgang der Menschheit mit den Phänomenen der Umwelt und ihrer Beschreibung in den letzten Jahrzehnten zurückführen kann.
Der Fotograf, der nun schon bei der Aufnahme einige Elemente durch die Schärfeverlagerung betont, interpretiert zeitgleich zur Aufnahme und schafft so ein besonders intensives und klares Abbild auch komplexer Zusammenhänge. Er reiht die Bedeutungen in der Schärfeebene seiner Bildwerke auf, präsentiert sie klar und übersichtlich. So werden Gebäude zu Repräsentanten einer bestimmten Form der Bebauung einer Landschaft, Spaziergänger im Park zu Boten der Entspannung in gestalteter Umwelt und Theaterbesucher zu Trägern einer reichen, geistigen Kultur.
Was dieses Verfahren im Bereich der fotografischen Kunst einen besonderen Stellenwert sichert, sind die weichen, unscharfen Bereiche, die die bedeutungsvollen Ebenen einhüllen und die Bilder Pétremands nicht nur für den Verstand sondern auch für die Sinne zu einem Genuss machen.
Horst Klöver




















