LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: GME35
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
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Der israelische Fotokünstler, 1973 geboren, ist ein enthusiastischer Amateur, also einer, der das fotografische Bild liebt, und Autodidakt, der sich durch sein exzessives Schaffen und in verschiedenen Kursen immer weiter bildet. Seine Werke wurden noch kaum international ausgestellt; Meergus ist also eine LUMAS-Entdeckung.
Seine Leidenschaft für Reflexionen in Hochhausfassaden führen ihn zu Resultaten, von denen man nicht recht weiß: Soll man sie im Feld der Architekturfotografie oder im Reich des phantastischen Realismus ansiedeln? So oder so sind seine Fotografien höchst inspirierend, trifft er doch mit seinen Bildern auch die zentrale Frage, ob Objekte unserer Betrachtung eigentlich per se, also für sich und in sich selbst, existieren, oder ob es sich nicht vielmehr so verhält, dass die Natur und die gebaute Umwelt ein reines Gedankengebäude des Menschen sei. Phantastisch sind seine Bilder, weil sie kreative Verwirrung stiften, weil wir plötzlich nicht mehr sicher sind, ob das Gesetz der Gleichheit von Einfalls- und Ausfallswinkels des Lichtes überhaupt wirklich gilt. Denn was ist auf diesen, oft gekonnt in fragmentierte Flächen und Linien aufgeteilten Bildern wirklich, was Reflexion durch die Sonne, was Licht, was Schatten, und was unsere eigene Phantasie?
Gennady Meergus’ Ausgangsmaterial sind architektonische Produkte, Hochhausfassaden, das stimmt. Aber alles andere ist seine Schöpfung, die sich in unserem Gehirn zu ganz eigenen Bildern zusammensetzt, je nach Tageszeit, Stimmung und Blickwinkel aber von neuem immer wieder verändert. Und genau diese „erneuerbare“ bildnerische Energie macht diese Bilder zu mehr als Abbildern architektonischer Wirklichkeit. Sie werden zu eigenen Schöpfungen des Fotografen, zu künstlerischen Bildern und ein gutes Stück weit zu abstrakten, malerischen Werken.
























