LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: GGO05
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Licht und Bewegung
Der Italiener Gabriele Grossi gibt sich in seinen abstrakten fotografischen Kompositionen ganz dem Moment der Bewegung hin. Dabei gilt ihm Licht und Vitalität als entscheidende Impression und seine Kamera ist für ihn gleichsam ein suchendes Auge, welches die Möglichkeiten zwischen Sichtbarem und noch Unsichtbarem erforscht.
Seit 2003 beschäftigt er sich mit der fotografischen Auseinandersetzung von Lichtmomenten, und hat in New York sein Fotoprojekt „Street Carillon“ auf den Straßen realisiert. In Schwarz-Weiß und Farbe sind Passanten nur noch flüchtige Darsteller einer subtilen Szenerie, die von Licht- und Schattenspielen an Hauswänden reflektiert wird. Doch zunehmend verzichtet er in seinen Aufnahmen auf Personen und widmet sich ganz der Abstraktion von Lichteffekten.In den strukturierten Lichtmosaiken seines 2008 publizierten Kataloges „Wonderin’ everything“ beginnt er sich auf einen diffizilen abstrakten Prozess zu spezialisieren. Zunehmend werden seine fotografischen Arbeiten Dokumente effektvoller Momente statt statischer Perspektiven oder Aufsichten von Objekten. Er fordert den Betrachter zum spannungsvollen Ertasten der Situation heraus. In diesem Sinne vollführt Grossi eine „Lichtmalerei“ in kreisenden, zirkulierenden oder sich überlagernden Schwüngen. Damit erzielt er eine verblüffende Räumlichkeit, die abwechselnd aus der Nähe und Distanz entstanden zu sein scheinen.Die aktuelle ausgewählte Serie ist ein Spiel mit reduzierter Farbe, dafür umso expressiver in der Bewegung. Vor dem Auge des Betrachters bauen sich förmlich zirkulierende Lichtskulpturen auf, die in schwebenden Zuständen und gleitenden Bewegungen ausufern. In tanzenden Lichteffekten verdichten sie sich zu Farbzirkeln die von zarten transparenten Schleiern eingehüllt sind.
Grossi experimentiert sowohl mit der eigenen künstlerischen Autorenschaft, ist selbst zunächst Beobachter seines eigenen künstlerischen Prozesses und lässt sich von neuen Wahrnehmungen inspirieren mit denen er erstaunliche optische Ergebnisse erzielt. Die Faszination visuelle Grenzen auszureizen, haben den gelernten Jurist zu einer konsequenten künstlerischen Karriere herausgefordert.
Christina Wendenburg
























