LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: ECA03
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
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LIQUID SKY. SUPER IMPOSED.
Die bildende Künstlerin Eva Castringius setzt mit ihrer Fotoserie "Liquid Sky. Super Imposed." (2008) neue Maßstäbe in der inszenierten Fotografie, indem sie auf spielerische Art das Spannungsverhältnis zwischen Malerei und Fotografie neu auslotet. Eine feste Basis hat Castringius' Exkursion in ihrer komplex angelegten Malerei: "Mich interessiert die Kombination von Architektur und Landschaft im Sinne der Durchdringung von Innenraum und Außenraum. Ich kreiere Tiefe im Bildraum, verschränke verschiedene Bildelemente und setze Flüssiges gegen Festes.“ Grundlagen der Motivwahl sind Eva Castringius umfangreiche Erfahrungen in den Städten und Landschaften des amerikanischen Westens. Ihre Auseinandersetzung mit urbaner Kultur ist inspiriert durch die revolutionären Schriften von Mike Davis, der 1990 in seinem Hauptwerk "City of Quartz: Excavating the Future in Los Angeles " das komplexe Gefüge der Glitzerstadt so brillant wie auch kritisch betrachtete.
Eva Castringius inszeniert in der Serie "Liquid Sky. Super Imposed." ihre Bildwelten in farbigem Kunstlicht. Nicht nur der Titel der Serie, sondern auch das Lebendig-Fantastische ihrer subkulturellen Elemente, erinnert an den Kultfilm Liquid Sky von Slava Tsukerman (1982), der ein zentraler ästhetischer Ausdruck der New-Wave-Ära ist. In ihren Fotografien paart sich grelles Neon in Gelb, Rot und Blau mit kleinen, aus der Popkultur Amerikas bekannten Gimmicks wie einem pinken Flamingo und entführen den Betrachter in eine Welt voller Magie.
Die Werke zeigen eine arrangierte Welt aus Leuchtröhren, geometrischen Formen und kleinen Figuren. Spiegelungen, Verzerrungen, Brüche und Überschneidungen lassen abstrakte Bildräume entstehen, die sich insbesondere durch ihre Tiefe im Bildraum auszeichnen. Die collageartige Verschränkung der verschiedenen Bildelemente, die Castringius in Szene setzt, lassen die vereinzelten Figuren zu Darstellern werden. So wird der übrige Raum fantastisch aufgeladen. Die Technik der Doppelbelichtung, die die Künstlerin bewusst in ihrer Arbeit verwendet, bringt ein unkontrollierbares Element in die Arbeit ein. Sie sucht die Spannung zwischen zufällig entstandenen und kontrolliert inszenierten Bildelementen.
Der experimentelle und bühnenhafte Charakter ihrer Arbeiten erinnert an die Foto-, Film- und Lichtinstallationen des Bauhauses, insbesondere des Künstlers Lászlo Moholy-Nagy. Konstruktivistische Bildelemente paart Castringius mit kalifornischem Neon und kombiniert ihre kulturell-ästhetischen Erfahrungen in den USA mit ihren europäischen. So gesehen, lassen sich Castringius Arbeiten im Rahmen einer zeitgenössischen Kunstströmung lesen, die von der Westküstenkunst beeinflusst ist und zu deren wichtigsten Vertretern Bruce Nauman, Mike Kelley und Ed Ruscha gehören.
Horst Kloever























