LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: DAR11
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Im Grunde ist der bekannte und international schon oft ausgestellteNew Yorker Fotograf David Armstrong (*1954) im falschen Jahrhundert geboren. Er ist der Flaneur unter den zeitgenössischen Fotografen, immer auf der Suche nach langsamen, stillen Bildern (mag auch das Abgebildete noch so „laut“ daherkommen). Eine Straßenschlucht, ein Wolkenratzer, ein Baum oder eine Hausfassade in den Suburbs: Sie alle verwandeln sich durch seinen elegant-melancholischen Blick in sehnsuchtsvolle Schönheitsbilder. Noch im banalsten Schild, in der nebensächlichstenStraßenecke entdeckt Armstrong jene Emotionen des sinnlichen traurig-schönen Lebensgefühls, nach dem er seit Jahren obsessiv sucht. Er liegt richtig, wenn er uns empfiehlt, seine Bilder länger als ein paar wenige Sekunden anzuschauen; wie so oft in der Kunst seit 1945 enthüllen sich uns die unter der Bildoberfläche liegenden Gefühle erst, wenn wir sozusagen durch die Bildfläche hindurch geschaut und im Spiegel unserer Seele unsere ganz eigenen Emotionen zum Leben erweckt haben.Dann erst sprechen Armstrongs Fotografien zu uns, leuchten im unterschiedlichen Licht der verschiedenen Tages- und Nachtzeiten „zu uns hinüber“ und verzaubern uns für einen kleinen Moment. Und erst dann enthüllen sie uns ihre Geschichten von Verlangen, von Liebe und unserem Sehnen nach Heimat.




















