LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: HUL18
(von unseren Kuratoren ausgewählt)
Motiv: 50 x 39.7 cm
- Selection
- Einführung
Die Magie der großen Hollywood-Studios wirkte auch jenseits des Kinos auf die Fans. Ihre Idole setzten das Leben aus der Traumfabrik in ihren Villen und in der Öffentlichkeit fort und spielten ihre besten, wildesten und dramatischsten Rollen nicht selten in der Wirklichkeit. Dies mit allen Höhen und Abstürzen zu dokumentieren, war Sache der Paparazzi. Die andere Gruppe von Celebrity-Fotografen stand im Dienste der Filmindustrie und lieferte die Starporträts und Pin-ups. In der Hierarchie der Studios waren die meist namenlosen Standfotografen jedoch nicht besonders hoch angesiedelt und entsprechend schlecht bezahlt. Sie durften sich mit den Allüren der Stars, Regisseuren und Produzenten herumschlagen, um alle Seiten zufrieden zu stellen. Dem smarten Clarence Sinclair Bull (1895-1979), über vierzig Jahre Chef der Standfotografie-Abteilung der MGM-Studios, gelang es, sich ein gewisses Renommee im sensiblen Betrieb der Filmbranche zu erwerben. Er sah die Stars, die er zu Ikonen veredelte, aufgehen und sinken. Alle standen vor seiner Kamera, aber einer verlieh er besonderen Glanz. Clarence Sinclair Bull hatte durchaus seinen Anteil daran, dass aus Greta Lovisa Gustafsson die göttliche Garbo wurde. Und sie dankte es ihm. Er wurde zu ihrem Leibfotografen, und als ihr Einfluss in den Studios während der 30er Jahre stetig wuchs, verfügte sie vermutlich sogar, dass niemand anderes sie fortan porträtieren dürfte. So entstanden in zwölf Jahren rund 4000 Fotografien, die ihre Schönheit und Wandlungsfähigkeit zeigen und ihr Bild in der Filmgeschichte prägten. Denkt man an Greta Garbo, dann denkt man an Greta Garbo auf einer Fotografie von Clarence Sinclair Bull.




















