LAMBDA FOTOGR. ABZUG , NR: CCO02
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
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Buff (Entblösst)
Die Transformation ist einfach. Im Falle der Werkgruppe Buff verändert sich das Gewöhnliche zum Abstrakten, indem dem Bild seine ursprüngliche Funktion verweigert wird. Leere ersetzt, was eigentlich präsent sein sollte, mit anderen Worten: das Erwartete. Buff müsste nicht unbedingt mit Pornographie zu tun haben; da genau diese Bilder aber in ihrer eigentlichen Absicht einfach und explizit funktionieren, lassen sie sich umso leichter manipulieren. Da Pornographie Teilnahme suggeriert, können wir das Phänomen der Stimulation ironischerweise in gesteigerter Form beobachten; erleichtert durch den Prozess der Abstratkion.
Während die Bilder in den meisten Fällen zweifellos erotisch sind, vermögen wir sie in einer Art und Weise zu geniessen, die pornographischen Bildern fremd ist. Dies wieder ist der Effekt der Abstraktion. Die Farbpalette, das Verhältnis von Licht und Schatten, der negativ ausgesparte Raum sowie Hinweise auf die Kunstgeschichte tragen zu einer unerwarteten Schönheit der Bilder bei. Verschiedene Dualitäten werden klar und verändern sich gleichzeitig: Hintergrund und Subjekt (im Vordergrund), das Raffinierte und das Rohe, Privates und Öffentliches, Wahrgenommenes und wir Wahrnehmenden, Präsenz und Abwesenheit. Das Verhältnis zwischen all diesen Themen und Begriffen stellt sich dynamisch ein, je nach Betrachter und Betrachtungsweise.
Es ist der Esprit eines teilnehmenden Betrachters, welcher aus den Teilen eines Objekts mehr als deren Summe entstehen lässt. Betrachtet man die Bilder von Buff als Pornographie, ist einem vielleicht der Rückkoppelungseffekt willkommen, mit der man anschliessend die Fotos betrachtet. Mit der Einführung einer leichten Wahrnehmungsverschiebung in Richtung Abstraktion will ich Aufmerksamkeit schaffen für unseren Erwartungshorizont (auch: Vorurteile), der jedem Akt der Betrachtung vorausgeht, und für den Prozess der Abstraktion an sich.




















