LAMBDA FOTOGR. ABZUG, NR: BAR02
(von unseren Kuratoren ausgewählt)
Limitierte Auflagen – daher nur begrenzt verfügbar
- Geishas
- Einführung
- Vita
Geishas
Berühmt für die Aufarbeitung und Präsentation unerforschter Bereiche der Geschichte und Fotografie ist das Burns Archive. Gegründet und geführt von Stanley B. Burns und Elisabeth A. Burns, versammelt das Archiv über 800 000 Bilder, darunter eine der umfassendsten Sammlungen früher handkolorierter Fotografien.
Einer der Schwerpunkte ist die Sammlung von Fotografien der Geishas der Hafenstädte Japans, im Besonderen Yokohamas aus den Jahren 1880 bis 1910. Diese Fotografien führten den kolorierten Holzdruck des Ukiyo-e vorangegangener Jahrhunderte fort. Die Hafenstadt Yokohama war Ende des 19. Jahrhunderts nicht jedem Fremden frei zugänglich, besaß aber Quartiere, in denen Fremde mit den kulturellen Erscheinungen Japans in Kontakt kamen. Fotografien, die viele alltägliche Szenen aus dem Leben der Geishas, aber auch "höfisches" Gepräge zeigen, wurden für großformatige Alben und Postkarten angefertigt, die den Reisenden verkauft wurden. Diese Fotografien waren inszeniert, repräsentierten aber für ihre Schöpfer die Gebräuche der Geishas. So gelangte die Kunde von den geheimnisvollen Schönen Japans auch in die Welt und wurde dank dem Burns Archive konserviert und heute wieder zugänglich gemacht.
Eines der erstaunlichsten Phänomene ist in Japan die Wertschätzung der Tradition. So hat sich die moderne Industrienation ihren eigenen Charakter bewahrt. In der Edo Ära (1603-1868) kam das Land nach langen Kämpfen der Shogune zur Ruhe. Unter dem Einfluss des Zen-Buddhismus blühten die Künste auf. Bürgerliche Schichten förderten die Teehäuser, in denen die Geishas die Teezeremonie, die Blumensteckkunst und einige andere vorzügliche Fähigkeiten entwickelten.
Geisha heißt "Künstlerin", Geishas waren professionelle Hostessen, die in der Kunst ausgebildet wurden, Männer zu erfreuen, durch traditionellen Tanz, Musik und Gesang, intelligente und humorvolle Konversation. So sollten sie für die bürgerlichen Händler, denen der Aufstieg in die Adelsschichten verwehrt war, das feudale Leben der Shogune imitieren. Aufsteigen konnte wohl eine Geisha, ihre jahrelange Lehrzeit wurde oft mit Reichtum, Ansehen und Berühmtheit belohnt. In der Blütezeit der Geisha, der Meiji Ära (1868-1912), konnten Fotografien das Ansehen einer Geisha erheblich fördern, sie sogar zu einer Berühmtheit machen.























