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FENSTER ZUM HOF
Erinnern Sie sich an Hitchcocks Film „Rear Window“, den Hinterhof, wo sich im Fenster auf der anderen Seite des Hofes eine geheimnisvolle Geschichte entwickelt? Etwas von dieser erwartungsvollen Spannung, wenn auch sicher ohne das im Film vermutete Gewaltverbrechen, liegt auch in den Fotografien von Andreas Kock aus Stockholm. Ursprünglich als Modestrecke entstanden –wieder einmal entpuppt sich die Modefotografie als Quelle spannender Fotografien … –, faszinieren seine Bilder durch ihre Emotionalität und ihre bis ins kleinste Detail präzise inszenierte Szenerie. Kock gilt als Perfektionist; seine Bühnenräume entstehen stets im Stadium des Konzepts. Auf dem Set agiert er wie ein Theaterregisseur und will das in seinem Kopf vorhandene Bild möglichst genau in seine Hasselblad- oder Mamiya-Kamera transferieren. Seine Figuren sind weiblich, selbstbewusst und stark, oft in herausfordernden Posen dargestellt. Seine klare, theatralische Farbführung und die hell-dunklen Lichtkontraste erinnern an den amerikanischen Maler Edward Hopper. Mit diesem verbindet ihn auch die Lust am Subtext, an den Geschichten, die er mit seinen Bildern stets nur andeutet.




















