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Untitled 1997
Leicht und scheinbar vergänglich sind die architektonischen Strukturen, die Tadashi Kawamata schafft. Er tendiert dazu, die Grenzen zwischen Installationskunst und organischer Architektur zu überschreiten. Er umspielt mit seinen scheinbar chaotischen Holzgebilden existierende Bauwerke oder überhöht diese mit Strukturen, die ein Eigenleben zu entwickeln scheinen.
Die von Kawamata oft praktizierte Verdoppelung verweist auf ein japanisches Shinto Ritual: Beim Shukunen Shengu wird seit dem 7. Jahrhundert alle 20 Jahre der für den Glauben zentrale Ise Tempel detailgetreu nachgebildet, die Bedeutung und handwerkliche Machart geht von der alten Struktur auf das neue Gebäude und ihre Schöpfer über.
Kawamata bewegt sich mit seinen im Vorfeld mit Modellen und Zeichnungen sehr speziell geplanten Aktionen in der Grauzone zwischen Zerstörung und Wiederaufbau, erhellender Imitation und spielerischem Ritual.
























