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„Das Internet und die Arbeit mit digitalen Bildern hat einen direkten, ja unmittelbaren Einfluss auf meine Art zu denken“, sagt der als Maler ausgebildete, in Pittsburgh/Pennsylvania aufgewachsene Peter Stanick. Ihm wurde bereits vor Jahren klar, dass die digitale Welt via das world wide web die Zukunft war, und dass er die dort auffindbaren, unendlichen Bildwelten für seine künstlerischen Ziele würde nutzen können und wollen.
Schon seit den Zeiten seines Kunststudiums von Pop Art-Künstlern wie Andy Warhol, Tom Wesselmann und Roy Lichtenstein inspiriert, suchte Stanick nach einer Möglichkeit, nicht nur vorhandene Bilder digital zu bearbeiten oder farblich/formal zu verstärken, sondern eine Bildsprache zu kreieren, die von Anfang an nur digital war. Heute ist er soweit, dass seine Werke zuerst digital, in der Welt des online existieren, bevor sie sich dann in Form eines Gemäldes oder wie bei der von LUMAS aufgelegten Serie als Fotografien existieren. Die Quelle seiner Inspiration sind Websites, wobei er dort vor allem nach formal spannenden Ausgangsbildern sucht, welche ihn in ihrer Komposition ansprechen. Oft ist es anschließend so, dass Stanick Bilder vereinfacht, sie sich für seine Zwecke aneignet, um sie für unsere Wahrnehmung als Betrachter zu verdeutlichen. Nicht immer funktioniert diese kreative „Reinigung“ vorhandener und gefundener Bilder gleich gut. Wenn sich gewisse Figuren als zu simplifiziert herausstellen, greift Stanick in umgekehrter Form ein und ergänzt gewisse Elemente oder Farben, bis er mit der Bildwirkung zufrieden ist.
Stanicks Website ist durch diese Arbeitsweise zu einer Art virtuellem Studio geworden, in dem durch tägliche, manchmal sogar in kürzeren Zeitabständen erfolgende updates der aufmerksame Besucher anwesend sein und mitverfolgen kann, woran der Künstler gerade arbeitet. Die Website http://www.stanick.com/ funktioniert dadurch als eigenes Kunstwerk, als „work-progress“ und Labor, in dem vor den Augen aller Besucher Bilder geschaffen, bearbeitet und im neuen, digitalen Sinne „virtuell gemalt“ werden. Damit ist Stanick einer der wenigen Künstler, der sich dem digitalen Prozess konsequent verschrieben hat und der gleichzeitig greifbare Werke schafft, welche mit ihrer popigen Formen- und Farbenwelt unsere analogen Räume bereichern.























