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Einführung
Vita
SCHNELLER ALS DAS AUGE
Wer kennt sie nicht, die Momente in denen der Atem stockt, wenn innerhalb von Sekundenbruchteilen ein Fahrer der Formel 1 in einem riskanten Manöver den Kontrahenten in einer Kurve überholt. Die Formel 1 ist ein Motorsport, der die Grenzen von Mensch und Maschine stets aufs Neue ausreizt. Die Faszination für diesen Sport liegt in einem grandiosen Hochgeschwindigkeitsrennen, beseelt von der Virtuosität der weltbesten Rennfahrer.
Wie kein anderer Fotograf schafft es der Franzose Paul-Henri Cahier diese Faszination Teil seiner Arbeiten werden zu lassen. Sei es auf den Rennstrecken von Imola, Monaco oder Nürburg, stets gelingt es ihm, den Nervenkitzel eines Geschwindigkeitsrauschs am Rande der menschlichen Auffassungsgabe einzufangen. Die in Bewegungsunschärfen gehaltenen Momentaufnahmen der Rennen sind buchstäblich mit der kinetischen Energie der Edelmaschinen aus Rennställen wie Ferrari und McLaren aufgeladen.
Cahiers Spektrum ist mit diesen atemberaubenden Aufnahmen noch längst nicht ausgeschöpft. In den detailverliebten Studien von Karossen und Armaturen, von Motoren und Spoilern, drückt sich zudem eine tief empfundene Leidenschaft für den Motorsport aus, hier trifft die neusachliche Faszination an Industrieformen auf das futuristische Ideal der perfekten Maschine. In den präzise in Szene gesetzten Oberflächeneigenschaften von Lack und Chrom, von Nieten und Heckflügeln, wird eine unverkennbare Nähe zu den komplexen wie formvollendeten Maschinen sichtbar. Eine Nähe, wie sie vermutlich sonst nur ein Rennfahrer zu seinem Wagen erfährt.
Jeder Fotografie Cahiers ist die lebenslange Auseinandersetzung mit der Formel 1 anzusehen - begann der 1952 geborene Sohn des ebenfalls berühmten Formel 1-Fotografen Bernard Cahier doch schon in den Schulferien damit, die großen Rennen mit seiner Kamera einzufangen. Über die Jahre begleitete Cahier Fahrer wie Niki Lauda, Ayrton Senna und Michael Schumacher und prägte wie kein anderer seiner Generation das Bild der Formel 1. In Cahiers Aufnahmen rauschen die Maschinen nicht nur vorbei, sie lassen den Betrachter in den Stillleben aus Chrom und Stromlinienformen an der unbestechlichen Schönheit dieser Rennmaschinen direkt Teil haben.
David Gärtner
Das Cahier Archive hat seine ganz eigene Geschichte, die erst die unglaubliche Qualität erklären kann. Der erste „Cahier“ ist Bernard Cahier – Zeuge und Akteur der “Goldenen Ära” zugleich, begann er 1952 zuerst mit einer Leica zu fotografieren, später mit einer Pentax. Er lieferte uns eine unverwechselbare und intime Beschreibung der Welt seiner Freunde: Juán Manuel Fangio und Stirling Moss, Graham Hill und Jim Clark, Phil Hill und Dan Gurney, Jackie Stewart und Emerson Fittipaldi und viele andere Helden der Rennen, die bereits fuhren, als der Sport noch ungleich gefährlich war.
Der zweite“ Cahier“ ist Sohn Paul-Henri, der 1952 geboren wurde und inzwischen zu den Großen der modernen Formel 1 gehört. Seit zwei Jahrzehnten zählen seine kräftigen und sehr grafischen Fotos zu den begehrtesten, seine Arbeiten wurden in vielen hochwertigen Büchern und Zeitschriften präsentiert und von den großen Werbeagenturen verwendet. Gilles Villeneuve, Niki Lauda, Nelson Piquet, Alain Prost, Nigel Mansell, Ayrton Senna, Juán-Pablo Montoya, Michael Schumacher... Die Aura ein jedes dieser Großen wurde von Paul-Henri eingefangen. Noch immer verfolgt er die Rennen der Formel 1, um sich von Nervenkitzel und Leidenschaft erfassen zu lassen.
























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