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Kubistische Fotoexperimente
Als Panografien bezeichnet die 1984 geborene junge preisgekrönte Fotografin Mareen Fischinger ihre digitalen Arbeiten. „Dabei handelt es sich nicht um Panoramen im eigentlichen Sinne“, erläutert sie ihr Konzept. „Vielmehr ist das Ergebnis etwas, das einer neuen Fotografie gleichkommt– nämlich jener, die einen zeitlichen Ablauf und die damit auftretende Veränderung der Szenerie auf eine Fläche zu bannen weiß.“
Ihre Bilder, wie das vom Potsdamer Platz, wirken fragmentiert und deformiert, wie aus einer übergeordneten Superperspektive aufgenommen, die gleich mehrere Blickwinkel gleichzeitig in sich aufnimmt, jedoch all diese von einem Standpunkt aus. Die Arbeiten erinnern in der Art, wie sie ihren Gegenstand sezieren, in kantigen Mosaiken wieder zusammensetzen und dabei Wirklichkeit neu und umfangreicher erfahrbar machen, an die Experimente des Kubismus.
Tatsächlich entstehen die Bilder aus Hunderten einzelner Fotografien, aufgenommen von nur einem Gegenstand aus der selben Perspektive. Im Nachhinein werden sie am Computer manuell zu einem Gesamtbild komponiert. Die halbtransparenten Schnittstellen machen Risse und Brüche sowie den Entstehungsprozess sichtbar. Gleichzeitig verursachen sie die überlappende Kantigkeit der Motive, erzeugen den kubistischen Effekt von kaleidoskopartigen Weitwinkelbildern.
Mit ihren faszinierenden Fotoexperimenten knüpft Mareen Fischer an Fotocollagen von David Hockney aus den achtziger Jahren an. Allerdings interessiert sie weniger seine abstrakte Herangehensweise. Sie fühlt sich einem künstlerischen Realismus verpflichtet und schafft damit ihre eigenen originären Werke.























