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Die innovative Architektengruppe GRAFT bezeichnet ihre Werke als „Monsters of Grace“. In ihren zweidimensionalen Kompositionen verbinden sie dynamische Strukturen mit malerischer Schönheit. Ihre Bilder zeigen architektonische Hybride. Die Reflexionen, Schatten und Impressionen werfen Fragen auf. Maßstab und Zusammenhang mit der Umwelt treten in den Hintergrund und erlauben nur Vermutungen darauf, was sich innerhalb der Strukturen und darüber hinaus verbergen könnte.

Horst Klöver

Die Gründer von GRAFT bezeichnen ihr interdisziplinäres Netzwerk als "Architekturlabel" und deuten mit dieser Wortwahl auf die Vielseitigkeit, Wandlungsfähigkeit und vor allem auf den starken Bezug zu den gegenwärtigen Lebensformen unserer Zeit hin. Mit einem ausgeprägten Gespür für Trends setzen Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit, Gregor Hoheisel und Alejandra Lillo in Los Angeles, Berlin und Peking ihre umfassenden Erkenntnisse in eine amorphe, visionäre Formensprache um.

Dabei stellen die Architekten und Designer traditionelle Grenzen in Frage und erforschen das Zusammenspiel und -wirken unterschiedlicher Einflussfaktoren aus Bereichen wie Hoch- und Alltagskultur, Philosophie, Architektur, Film, Literatur und Musik. Die Analyse, Kommunikation und dadurch das Kreieren von Beziehungen zwischen und durch diese Erscheinungen, ermöglicht sich in seiner Arbeit immer weiter zu entwickeln, neu zu definieren und Welten zu erschaffen in denen das Wohnen von Morgen schon heute möglich ist. GRAFT versteht sich dabei nicht ausschließlich als Architekturbüro sondern erweitert fortwährend seinen Horizont. Nicht ohne Grund führt neben Architektur, Städtebau, Design und Musik als Arbeitsfeld auch das "Streben nach Glück" ("the pursuit of happiness") an.

Zur Namensgebung:
Das englische Wort "graft" hat eine Vielzahl von Bedeutungen und bietet verschiedene Lesarten. Es wird im Weinanbau, sowie in der Transplantationsmedizin genutzt, und beschreibt in der botanischen Terminologie das Aufpfropfen eines Triebes auf einen genetisch andersartigen Wirtsstamm. Die positiven Eigenschaften der beiden genetisch diversen Pflanzen werden auf diese Art in einem neuen, reiferen, biologischen Hybriden kombiniert.

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