- Frankfurt
Einführung
Vita
Ausstellungen
Weitere Kontexte
ÜBER DAS UNSICHTBARE IN DER FOTOGRAFIE
Zufall und Unkontrollierbarkeit sind die wichtigsten Bildelemente für den jungen Hamburger Fotokünstler Falk von Traubenberg. Seit kurzem ist er Mitglied der Künstlergruppe "Konkrete Fotografie", die schon seit den 1950er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Automatismen der Bilderzeugung auf der Spur ist. In seiner in Frankfurt entstandenen Serie kommt er dieser Fragestellung ein Stück näher.
Bevor von Traubenberg zur Fotografie kam, hat er sich zum Architekten ausgebildet, was man seinen Arbeiten auch heute noch ansieht. Ausschnitte von Hochhausfassaden und Straßenzügen, stürzende Linien, Brüche, harte Kontraste und grelle Farben lassen die Bilder technisch streng erscheinen. Wie bei einer Collage sind die einzelnen Schichten übereinander gelegt und miteinander verwoben.
Die Ergebnisse seiner künstlerischen Arbeit wirken dadurch fast abstrakt, aber eben nur fast. Die alltägliche Realität der Großstadt geht nie ganz verloren.
Dieses Oszillieren zwischen abstrakt und real findet sich wieder im Entstehungsprozess der Bilder. Er führt dem Betrachter deutlich das Spannungsverhältnis von analoger und digitaler Fotokunst vor Augen, eine Kombination, die heute nur selten zu finden ist. Dabei spielt die Kamera zwar noch eine Rolle, sie ist jedoch nicht das entscheidende Werkzeug für die Entstehung seiner Werke, sondern nur ein erster Schritt.
Das Rohmaterial sind für von Traubenberg analog belichtete Diafilme, die zum Teil die markante Skyline von Frankfurt zeigen. Diese Filme sind jedoch so stark über- oder unterbelichtet, dass letzten Endes so gut wie nichts auf den Dias zu erkennen ist; sie sind fast ganz schwarz oder fast ganz weiß.
Diese Dias werden anschließend im Scanner digitalisiert, doch durch das Fehlen von identifizierbaren Inhalten auf den fast monochromen Flächen "erfindet" der Scanner selbst vorher nicht vorhandene Farbräume hinzu. Was eigentlich ein Fehler ist, ist genau das, was von Traubenberg für seine Werke haben will: Das Unsichtbare wird in farbige Streifen übersetzt, überlagert von Architekturfragmenten, verwoben zu einem dichten Netz von Struktur.
Daniela Perak
| 1971 | geboren in Bensheim, Bergstraße, Deutschland |
| 1992 | Abitur, Regensburg, Deutschland |
| 1994 | Vordiplom Bauingenieurwesen, TU Darmstadt, Deutschland |
| 2000 | Diplom Architektur, HTWG Konstanz, Deutschland |
| lebt und arbeitet in Hamburg, Deutschland |
Auszeichnungen (Auswahl)
Internationaler Medienpreis für Kunst und Wissenschaft, Zuschauerpreis, 2005
Ausstellungen (Auswahl)
| 2009 | 6. Berliner Kunstsalon, Deutschland |
| Nordart 09, Büdelsdorf/Rendsburg, Deutschland | |
| Mainfranken Theater, Würzburg, Deutschland | |
| 2008 | HSH Nordbank, Hamburg, Deutschland |
| Alsterart, Hamburg, Deutschland | |
| Nordart 08, Büdelsdorf/Rendsburg, Deutschland | |
| Fotobild Berlin, Deutschland | |
| 2007 | Nordart 07, Büdelsdorf/Rendsburg, Deutschland |
| 2006 | speed up your life, Feld für Kunst, Hamburg, Deutschland |
| Nordart 06, Büdelsdorf/Rendsburg, Deutschland | |
| Konkret – Abstrakt, Drei fotografische Positionen, Oberpfälzer Künstlerhaus, Schwandorf, Deutschland | |
| 2005 | Fotogalerie Raab, Regensburg, Deutschland |
| Nordart 05, Büdelsdorf/Rendsburg, Deutschland | |
| Nature of Skin, Kunsthaus Hamburg, Deutschland |
Weitere Informationen
Mitglied der Web-Plattform concrete-photography.org
Vertreten in der Kunstsammlung der HSH Nordbank, Hamburg
























Bei allen Online-Bestellungen bei LUMAS garantieren wir Ihnen ein 14-tägiges Rückgaberecht