Erin Cone

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Abstrakte Figuration in der Malerei von Erin Cone

Anmutige Frauenfiguren zeigen Seiten-, Rücken- und Frontalansichten. Mal ist ein geneigter Frauenkopf angeschnitten, mal verschwindet eine Schulter außerhalb des Bildrahmens. Satte Farben der Figuren werden von dezenten Hintergründen abgedämpft. Einzelheiten sind mit gekonnter Detailverliebtheit wiedergegeben und wirken in der Gesamtkomposition doch wieder abstrakt.


Spätestens seit sie 2003 ihre erste Einzelausstellung in einer Galerie hatte, wird die Malerin Erin Cone aus Texas (geboren 1976) als Geheimtipp unter den aufstrebenden jungen Künstlern gehandelt. Sie feierte ihre Erfolge in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, ihre Arbeiten fanden bereits Einzug in viele Sammlungen auf der ganzen Welt. Kritiker sind fasziniert von ihrer einzigartigen Neuinterpretation der traditionellen figurativen Malerei, ihrem subtilen Spiel mit Formen des Realismus. Dabei experimentiert sie mit Hell-Dunkel-Kontrasten, begrenzten Farbspektren und dem Gegensatz zwischen detailgetreuer Wiedergabe und graphischer Stilisierung.


Das Verfahren, das Erin Cone zu diesem Ergebnis bringt, ist sehr komplex. Bei der Motivsuche macht sie Skizzen von Posen, Gesten und Details. Diese wiederum sind Grundlage für eine Fotografie (zumeist von ihr selbst, manchmal auch von einem Modell). Die anschließende Suche nach der Komposition erfolgt intuitiv. Im Experiment findet Erin Cone die richtige Anordnung der Einzelelemente. „Mir geht es eher um die visuelle Wirkung als um den erzählerischen Kontext, deshalb konzentriere ich mich auf die subtile Anordnung meines Sujets innerhalb eines formalen Rahmens“, beschreibt Erin Cone ihr Verfahren. „Ich schaffe bewusst eine Spannung zwischen fast fotorealistischem Detail und meinem eigenen Vokabular aus visuellen Störungen, die eben diesen Realismus unterlaufen. Diese Dualität ist zentral für meine Arbeit und erlaubt den Figuren, die ich male, zugleich gegenständlich und abstrakt zu sein – wodurch sie eine Emotion hervorrufen, ohne diese genau festzulegen.“

Ist die Komposition gefunden, verfährt Cone nach eigener Aussage sehr traditionell: Skizzen auf die Leinwand zeichnen, mit Farbschichten ausfüllen und unter Umständen im Prozess des Malens Veränderungen zulassen. Resultat sind dann solch beeindruckende Bilder wie Allure, das abstrakt-gegenständliche Porträt/Nicht-Porträt einer jungen Frau im roten Kleid, formal ein elegantes Gleichgewicht aus Starre und angespannter Bewegung, eine gelungene Mélange aus abstraktem Minimalismus und figurativem Realismus.

Geraldine Blum

1976Geboren in Lubbock, Texas, USA
1998
Bachelor of Fine Art in Painting, University of Texas, Austin, Texas
Lebt und arbeitet in Santa Fe, USA


Sammlungen (Auswahl)

Department of Cultural Affairs/New Mexico Arts Permanent Collection, Santa Fe, New Mexico

Four Seasons Hotels & Resorts, Washington, D.C.
The Tullman Collection, Chicago, Illinois
Standard Chartered Bank, London, UK


Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen (Auswahl)
2011Denouement, Nüart Gallery, Santa Fe, New Mexico
2010Passages, Hespe Gallery, San Francisco, California
2009Blessed Unrest, Nüart Gallery, Santa Fe, New Mexico
2008Possible Outcomes, Hespe Gallery, San Francisco, California
Departure, Wally Workman Gallery, Austin, Texas
2007Synchronicity, Nüart Gallery, Santa Fe, New Mexico
2006Secrets, Hespe Gallery, San Francisco, California
20053, Andreeva Gallery, Santa Fe, New Mexico
Erin Cone: 5th Annual Show, Wally Workman Gallery, Austin, Texas
2004Transformation, Seven-o-seven Contemporary, Santa Fe, New Mexico
Interval, Wally Workman Gallery, Austin, Texas
2003Configuration, Seven-o-seven Contemporary, Santa Fe, New Mexico
2003/02/01Erin Cone: New Paintings, Wally Workman Gallery, Austin, Texas
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2010Gallery Artists, Rosenbaum Contemporary, Boca Raton, Florida
2009Artist’s Choice, Principle Gallery, Alexandria, Virginia
2008Inaugural Exhibit, MMFA, Palm Desert, California
20079th Annual Realism Invitational, Jenkins-Johnson Gallery, New York, New York
2006Small Works, Principle Gallery, Alexandria, Virginia
2005Self Portraits by Contemporary Masters, Andreeva Gallery, Santa Fe, New Mexico


Bücher/Kataloge (Auswahl)

2010
New American Paintings, Oktober 2010

Poets & Artists Magazine, August 2010 (Cover Artist)
American Art Collector, Juni 2010
2008Southwest Art Magazine, September 2008 (Cover Artist)
Art Calendar Magazine, Januar 2008 (Cover Artist)
2006American Art Collector, Oktober 2006 (Cover Artist)
2005Southwest Art Magazine. November 2005


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