- Elegance of beauty
- Göttin des Glücks
- Humor
- The Dollhouse
- Einführung
- Vita
- Ausstellungen
- Links
DIE MEISTERIN DER PUPPEN
Puppen waren nicht zu allen Zeiten nur Spielzeuge. Sie wurden in verschiedener Weise mit Bedeutung aufgeladen, repräsentieren ganze Welten, leben in Häusern wie ihre realen Vorbilder, die Menschen. In Alexandra Hagers ästhetischem Universum spielen solche Verweise eine starke Rolle, zumal die Wiener Fotografin hauptsächlich im Bereich der Mode und der Werbung arbeitet. Die Mode hüllt die menschliche Figur, den Körper, gibt ihm Bedeutung – Kleider machen Leute.
In Alexandra Hagers dicht inszenierten Bildern bekommt der Begriff der "Modepuppe" einen neuen, positiven Klang. Sie haucht den von ihr erschaffenen Wesen Leben ein, es scheint als würden sie für Momente im Studiokabinett vor der Kamera für sie eine besondere Rolle spielen, so wie die Puppen in der Imagination und im Spiel eines Kindes Bedeutungen annehmen, von denen die Erwachsenen oft nur einen Bruchteil erahnen.
In milder Form schwingen in manchen der bühnenhaft durchgestalteten Bilder die erotischen Anklänge der Malerei des Exzentrikers Balthus (1908-2001) mit. Er fiel aus seiner Zeit heraus, entwickelte seine eigene figurative Bilderwelt, widerstand den Strömungen der Moderne wie dem Kubismus und auch dem Surrealismus. So sind Alexandra Hagers Bilder ebenfalls schwer einzuordnen, teils von tieferliegenden Strömungen beherrscht, die ihren Reiz ausmachen. Die Antwort auf den Reiz der Sinne ist die Erregung, die Alexandra Hager beim Erschaffen ihrer Bilderwelten mit Sicherheit empfand und durch ihre Fotografien meisterhaft vermittelt.
Horst Klöver
























